Auteur/autrice : Jean-Claude

  • encore sur les faux tableaux de l’avant-garde russe

     

     

    Süddeutsche Zeitung Nr. 136, Samstag, 15. Juni 2013 FEUILLETON 13

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    VON CATRIN LORCH

    Russisches Roulette

    Museen und Kunsthistoriker kapitulieren vor der Flut von gefälschten Bildern der sowjetischen Avantgarde. Beobachtungen auf einem sehr gefährlichen Markt

    Es ist ein Coup, den das Bundeskriminalamt am Donnerstag der Presse melden konnte: Man habe einen Ring zerschlagen, der Kunstwerke der so- wjetischen Avantgarde gefälscht habe, darunter Werke von Natalia Goncharova, Kasimir Malewitsch, Wassily Kandinsky und Michail Larionov (SZ vom 14.6.). „Nach der- zeitigem Ermittlungsstand haben die Beschuldigten seit 2005 insgesamt über 400 mutmaßlich gefälschte Kunstgemälde für vier- bis siebenstellige Eurobeträge verkauft“, heißt es in der Pressemitteilung. Mehr als hundert Beamte des Bundeskriminalamts durchsuchten 28 Wohnungen, Geschäftsräume, Lager und Kunstgalerien unter anderem in München, Wiesbaden und Köln. Zwei Männer wurden festgenommen, sie gelten als Kopf einer international agierenden Bande von sechs Kunstfälschern und sollen allein in Spanien und Deutschland Fälschungen für mehr als zwei Millionen Euro verkauft haben.

    Nach dem Fall des vor zwei Jahren verurteilten Wolfgang Beltracchi ist dies erneut ein Beleg, in welchem Ausmaß Kunst gefälscht und gehandelt wird. Doch warum ermitteln jetzt Kriminalbeamte verdeckt, erbitten Amtshilfe in Israel und der Schweiz? Warum der Aufwand? Wer sie- benstellige Beträge übrig hat, um sie in zweifelhafte Kunst zu investieren, kann nicht unbedingt auf Mitleid rechnen. Doch richten die in die Kunst eingeschleusten Bilder mehr an, als dass ein paar Betrogene die Keilrahmen diskret in den Keller schaffen müssen. Und nicht nur gierige Sammler, die glauben, günstig das ergattern zu können, was auf Auktionen für zweistellige Millionensummen gehandelt wird, haben den Schaden. Wo es um die sowjetische Avantgarde geht, zerstört kriminelle Energie eines der schönsten und wichtigsten Kapitel der jüngeren Kunstgeschichte. Denn vor der Flut der Fälschungen kapitulieren Wissenschaftler, Museumsdirektoren und Kuratoren.

    Warum ermitteln Kriminalbeamte verdeckt, erbitten Amtshilfe

    in Israel und der Schweiz?

    Wer in diesem Feld recherchiert, hört viele Geschichten, allerdings will kaum jemand zitiert werden. Der Museumsmann, der seine Vorbehalte gegenüber einer Sammlung äußert, hat wenige Stunden nach dem Gespräch eine Unterlassungsklage auf dem Tisch liegen. Sein Kollege, der als Wissenschaftler lange als internationale Instanz galt, hat sich aus seinem Fachgebiet zurückgezogen – es gebe einfach zu viele Fälschungen. Wieder ein Kollege erzählt von Unfällen, denen Kunsthistoriker erliegen, die Fälschern in den Weg geraten. Dass es viele, konkurrierende Fälscherringe gebe, erklärt ein Sammler, der die Szene kennt, auch weil er lange in Moskau lebte. Auch er will nicht zitiert werden.

    Wer also diesen grauen Markt beschreiben will, das Umfeld, in dem wenig abgesicherte Kunst gehandelt wird, folgt gerne einer Einladung in ein Zollfreilager bei Zürich, wo sich während der Art Basel ein paar Interessierte eine Kollektion zeigen lassen. Der in Frankfurt lebende Sammler Michael Kroll sagt, die Gemälde aus dem kleinen Holzverschlag, die jetzt entlang der Wände auf dem Boden aufgereiht sind, habe er überwiegend von seinem Vater geerbt. Fast schüchtern hebt er eins nach dem anderen auf, präsentiert sie von vorne und von der Rückseite, wo viele signiert sind, auf anderen stehen noch Zahlen – die alten Preise – oder die Markierung einer Ausstellung. Gontscharowa, Malewitsch, El Lissitzky, ein zusammengefalteter Wandteppich von Lyubov Popova, Leinwände von Iwan Puni, Alexandra Exter, Rodtschenko.

    Vor Kroll stehen ein Kunstfreund aus Paris, der ihm erst gestern auf der Art Basel vorgestellt wurde, der ehemalige Duisburger Museumsdirektor Raimund Stecker, eine Kunstvermittlerin, bald treffen noch ein paar Gäste aus der Schweiz ein. Sie alle sind skeptisch – andererseits: Die Bilder sehen phantastisch aus, sind gut erhalten, wo die Rückseiten etwas schief in den Rahmen sitzen, wirkt die Kunst nur umso authentischer. Sie alle möchten ja glauben, was ihnen erzählt wird. Dass die Gemälde schon vor dem Zweiten Weltkrieg mit dem polnischen Vater nach Israel ausreisten, dass hier ein ungehobener Schatz liegt. Auch weil ihnen vorsichtig angezeigt wird, dass dieser jetzt zwar in eine Stiftung eingebracht wird, es aber, vor allem zur Finanzierung von wissenschaftlichen Untersuchun- gen, durchaus geschehen könne, dass das eine oder andere Werk demnächst doch verkauft werden muss. Was für einen Sammler bedeutet: Man kann hier, jen- seits der ausgeleuchteten Auktionssäle, vielleicht günstig etwas haben.

    Vermeintliche Expertisen sind Hinweise zur Lagerung oder zum Erhaltungszustand

    Knapp einhundert Bilder stehen bereit, mehrere Leinwände von Alexandra Exter, ein noch nie ausgestelltes Selbstbildnis von Rozaleva als Herzdame, El Lissitzkys Abstraktionen auf Holz und Leinwand, ein figurativer Malewitsch. „Natürlich wäre die Sammlung eine Sensation, wenn sie echt ist“, sagt Reinhard Spieler, Direktor des Wilhelm-Hack-Museums in Ludwigshafen, bei dem sich der Sammler vor einigen Jahren mit einem Ausstellungsprojekt vorgestellt habe. Doch er hatte seine Zweifel, angefangen bei der „unseriösen Visitenkarte“. Dass niemand die Sammlung kannte, sei zudem „ungewöhnlich“. Schließlich wurde die Kollektion dann zum Jahreswechsel unter dem Titel „Revolution in der Kunst. Russische Avantgarde um 1920“ im Museum Moderner Kunst Wöhrlen in Passau vorgestellt. Doch die Schau schlug keine Wellen – auch die inter- nationale Kritik ist vorsichtig geworden, wo Spektakuläres aus anonymen Sammlungen ausgestellt wird.

    Jetzt erinnert nur noch eine Broschüre und die Website an die Association Alexandra Exter, deren Vorsitzender Andrei Kakov seine Vorbehalte gegen die Schau formuliert. Der in Paris lebende Kunsthistoriker ist international geschätzter Experte für Revolutionskunst und wird als Autor häufig um wissenschaftliche Katalogbeiträge gebeten, weswegen er behaupten kann, die Akteure der Szene seit Jahren zu verfolgen. „Es geht ja inzwischen nicht mehr um Einzeltäter sondern um Fälscherringe, die ganze Lastwagenladungen gefälschter Bilder vermarkten. Es ist eine Industrie geworden wie falsche Louis-Vuitton-Handtaschen in China.“

    Und auch wenn man eigentlich nicht nach Fotos urteilen sollte, die gesamte Ausstellung sei, er prustet am Telefon, für ihn ein Witz. Die Malewitsch-Blätter hätten leider keine Maße, er vermutet, dass diese gar nach dem von ihm erstellten Werkverzeichnis gefälscht sein könnten. „Sehen aber aus, als habe man sie vergrößert. Das machen Fälscher gerne, dann sind die Arbeiten teurer.“ Doch was soll ein Kenner tun, der von der Ausstellung einer Sammlung wie der Luzerner Russian Avantgarde Art Foundation (RAAF) erfährt, die laut Website von Michael Kroll gegründet wurde? Wo es darum geht, das ihm anvertraute Werk Alexandra Exters zu verteidigen, fühlt er sich zum Handeln verpflichtet: In Tours wurde vor vier Jahren nach seinem Einschreiten von der Polizei eine monografische Schau der Künstlerin geschlossen.

    Für den aus Bulgarien stammenden Andrei Nakov ist es vor allem unverständlich, warum deutsche Museen sich überhaupt mit solchen Sammlungen beschäftigen. Dass man in Ländern, in denen Museumskuratoren nicht mehr als umgerechnet 400 Euro monatlich verdienen, diese bestechen kann, wundere ihn nicht – immerhin sei es inzwischen fest angestellten Kunsthistorikern in Russland untersagt, Expertisen zu schreiben. „Die Werkschauen bedeutender russischer Avantgarde-Künstler in Tschechien, Bulgarien oder Rumänien sind natürlich unseriös“, sagt er. Aber weltweit hoch geachtete deutsche Museen? „Wenn ein Museum wie Passau dann eine Broschüre herausgibt, dann sind die Werke in der Welt, gewaschen, mit Zertifikat sozusagen.“ Dabei sei doch offensichtlich ein Haus, das weder über eine Klimaanlage noch ausgefeilte Sicherheitstechnik verfüge, keine Adresse für solche Schätze. Dass die Ausstellung einer unbekannten Sammlung zudem noch mit Leihgaben – Werken von Naum Gabo oder Tatlin aus dem renommierten Lehmbruck-Museum

    in Duisburg aufgewertet worden sei, sei für ihn ein Skandal.

    Aber wer ist in so einem Fall der Fachmann? Wer in Passau die engagierte Josephine Gabler besucht, eine promovierte Kunsthistorikerin, dem kann die Museumsdirektorin einen dicken Ordner voller Klarsichthüllen präsentieren, Expertisen, wie sie sagt. Zu fast jedem der Werke ein, zwei Schriftstücke. Vor allem das Institut Jägers aus Bornheim wurde vom Auftrag-geber, der RAAF, offensichtlich häufig beschäftigt. Es firmiert als Institut für „Natur- wissenschaftliche Beratung bei der Erhal- tung von Kunst und Kulturgut Mikroanaly- tisches Labor“. Dazu kommen meist englischsprachige Analysen. Doch entpuppen sich Schreiben wie das von Clare Finn & Co. Ltd, Konservatoren mit Sitz in London, schon beim ersten Lesen nicht als kunsthistorische Gutachten, sondern vielmehr als Hinweise zum Erhaltungszustand und zur weiteren konservatorischen Behandlung oder Lagerung.

    Und wer Maria Valyaeva anruft, deren Schreiben präsentiert wurden, dem erzählt die selbständige Kunsthistorikerin – die allerdings im Briefkopf als „pensioniert, Tretjakov-Galerie“ auftritt („Maria Valyaeva Ph.D. Art History. The State Tretjakov Gallery Official Retired Moscow“), dass ihre Einschätzungen ja gleichfalls keine Expertisen seien: „Das, was Sie gesehen haben, sind nur Beschreibungen.“ Wozu die denn da seien? Die seien ganz üblich, erzählt sie, schon weil kunsthistorisch bedeutende Werke nicht ohne behördliche Zustimmung ausgeführt werden dürften. Wer Kunst exportiert, muss hohe Zölle zah- len, zudem müssen die Werke den öffentlichen Häusern vorgelegt werden. So wird die Kunst also bei der Ausfuhr als Fälschung deklariert, „sind die Werke einmal im Ausland angekommen, schreibt man sie wieder zu.“

    Praktiken, die dem eingangs erwähnten Sammler durchaus geläufig sind, der selbst erlebt hat, wie Politiker, Wirtschaftsdelegationen, Bankiers, Journalisten, Diplomaten und Kulturfunktionäre in den späten Siebzigerjahren in Moskau die Ateliers der Künstlerwitwen besuchten und selten ohne ein paar Neuerwerbungen im Gepäck wieder ausreisten – und sagt, dass schon damals unzählige Fälschungen im Umlauf waren, angefertigt von kunsthistorisch geschulten, akademisch ausgebildeten Künstlern. Doch inzwischen komme die Ware gar nicht mehr aus Russland: Man habe einfach die Maler und ihre Werkstätten ins Ausland verlegt. Dazu passt, dass die Polizei in Wiesbaden feststellte, dass die bisher entdeckten Fälschungen aus Israel stammen.

    Dass Revolutionskunst so attraktiv für Fälscher ist, liegt nicht nur an der Schönheit der Werke. Sondern auch daran, dass es für die Künstler anfangs fast überhaupt keinen Markt gab. Während in Berlin oder Paris Gemälde bereits von Galeristen und Händlern gehandelt wurden, verschenkte die sowjetische Avantgarde ihre Bilder an Provinzmuseen oder verwahrte sie in Ateli- ers, vor allem nach 1930, als sie als Formalisten geschasst wurden. Viele Künstler gaben ihre Ateliers auf, um ins Exil zu gehen, vieles wurde im Krieg zerstört und ging verloren, während sich die Herkunft eines Bildes im Westen aus Rechnungen, Quittungen, Empfangsbestätigungen und Lagerbüchern rekonstruieren lässt. Doch nur wo ein Werk über so einen abgesicherten Stammbaum verfügt, erzielt es auf Auktionen dann auch Höchstpreise, wird es von seriösen Museen als Leihgabe akzeptiert, kommt es für Ankäufe in Betracht.

    „Ich weiß, dass man heute Provenien-

    Alte Blöcke Zeichenpapier kann man auf jedem Flohmarkt kaufen

    zen braucht“, sagt Michael Barz, ein Anwalt aus Frankfurt, „wir haben aber nun mal keine“. Er arbeitet für die Stiftung Pro Museum und habe den Frankfurter Sammler Michael Kroll und das Passauer Muse- um dennoch zusammengebracht und auch geholfen, den Kontakt zum Lehmbruck-Museum herzustellen. Er engagiere sich schon länger für die RAAF, in der neben kleineren Kollektionen vor allem die Sammlung des Frankfurter Geschäftsmanns aufgehoben sei. „Alter Familienbesitz“, sagt er, entstanden, als die russische Avantgarde „noch spottbillig“ gewesen sei. Auf die Echtheit angesprochen: „Große Auktionshäuser haben sich die Sammlung angesehen und gesagt: So viele Fälschungen auf einem Haufen gibt es nicht. Wir ha- ben Farbproben, das Zeug ist echt.“

    Doch sogar Dr. Erhard Jägers, der als Chemiker die Werke untersucht hat, differenziert. Das seien ja keine Zuschreibungen, sondern nur naturwissenschaftliche Absicherungen einer solchen, wo es heißt: „Alle identifizierten Materialien waren schon in den 1920er Jahren bekannt und wurden von Künstlern als Pigment genutzt. Und auch der Karton enthält keine Materialien, die damals noch nicht bekannt waren. Deswegen sprechen die Re-sultate der Untersuchung nicht gegen eine Zuschreibung der Gouache an Ljuba Popowa.“ Eine Formulierung, die nicht mehr besagt, als dass es diese Sorte Papier und die Farben schon früher gab. Doch alte Blöcke Zeichenpapier kann man auf jedem Flohmarkt kaufen, zudem müssen Aquarelle oder Gouachen, anders als Leinwände, nicht erst jahrelang durchtrocknen. Reinhard Spieler, inzwischen zum Direktor des Sprengel-Museums in Stuttgart berufen, fand es schon bei seiner ersten Begegnung auffallend, dass „alle Werke nach dem gleichen Muster abgesichert waren. Immer wieder tauchte das Institut Jägers auf. Wir haben gerade bei einem Bild mit einer Jägers-Expertise ein eigenes Gutachten erstellen lassen, das zweifelsfrei eine Entstehungszeit des Werkes mehr als vierzig Jahre nach der angegebenen Datierung des Materials ergab.“

    Was also ist eine Zuschreibung wert, die allein den Zustand beschreibt, die Materialien listet? Nicht nur der Markt rührt solche Stücke nicht mehr an. Auch Kunsthistoriker halten sich zurück. Der Professor, der nicht zitiert werden will, seit ein Kollege und guter Bekannter „erhängt“ worden sei, sagt, es gehe längst nicht mehr um Einzelfälle. „Da werden ganze Konvolute eingeschleust, dicke gebundene Kataloge,

    Eine der schönsten und wichtigsten Perioden der Kunstgeschichte wird zerrieben

    zum Großteil falsch.“ Weltweit stünden so immer schlechtere Bilder als Vergleich zur Verfügung, er selbst habe schon Studenten ablehnen müssen, die in ihren Magisterar- beiten nichts als Fälschungen beschrieben hätten. Die Kreativität der „Clans“ gehe so weit, ganze Werkgruppen zu „erfinden“. Wenn solche Serien erst einmal Museen durchlaufen hätten, einige Jahre zirkulierten, verwässere die Kunstgeschichte. Die falschen Bilder, häufig gezielt als Schen- kungen in Museen platziert, würden nun zum kunsthistorischen Vergleich herangezogen. Er sieht jede Neuentdeckung skeptisch. „Man muss sich einfach damit abfinden, da ist nichts mehr“, sagt er, der selbst Jahre an zwei, drei anderen Malewitsch- Werken recherchiert habe, „schlussendlich waren die auch alle falsch“.

    „Der Markt ist schwer bewölkt“, sagt der Galerist David Juda, dessen Mutter Annely Juda in der Nachkriegszeit einst zu den engagiertesten Vermittlerinnen dieser Kunst gehörte. Er hat selbst vor zwei Jahren in seiner Londoner Galerie eine viel beachtete Malewitsch-Ausstellung gezeigt, muss allerdings feststellen: „Auf dem internationalen Markt kann man kaum noch angemessene Preise erzielen.“

    Sogar große Häuser mit bedeutenden Sammlungen, wie der von Peter und Irene Ludwig, die als erste in großem Umfang russische Kunst sammelten, stellen sich dem Problem heute selbstkritisch. Katia Baudin, stellvertretende Direktorin des Museum Ludwig in Köln, sagt „tatsächlich ist das ein sehr komplexes Thema und ein Grund, warum wir nicht mehr ergänzen. Was wir kaufen, müsste eine makellose Provenienz haben.“ Derzeit arbeite man die eigene Sammlung auf, insgesamt gut 800 Werke, „und was wir intern anzweifeln, zeigen wir nicht“. Das Projekt zu Malewitsch laufe jetzt seit drei Jahren – mit er- staunlichen Ergebnissen. Etwa fand man ein Frühwerk aus dem Jahr 1909, das in Wirklichkeit aus den Zwanzigerjahren stammte, der Meister hatte selbst umdatiert. „Heutzutage kann man nicht mehr naiv vorgehen. Eine Ausstellung im Bereich Moderne ist ohnehin so aufwendig, hier muss man jede Arbeit befragen, aus je- der Sammlung.“ Ihre Kolleginnen aus der Tretjakow-Galerie sind noch zupackender. Wo sie Leihgaben begleiten, müssen zwei- felhafte Werke sofort aus jeder Ausstellungen entfernt werden, die Originale sollen nur hängen, wo unzweifelhafte Werke von ihrer Nachbarschaft profitieren.

    Doch wer kann sich die Recherchen, die Analysen und Abschreibungen heute noch leisten, da aufwendige Archivarbeit nicht mehr gefragt ist? Wer kann es sich leisten, teuer eingeflogene Exponate kurzfristig wieder abzuhängen? Eine der schönsten und wichtigsten Perioden der Kunstgeschichte wird zerrieben, wo Kunsthistoriker und Museumsleute nicht mehr unbefangen mit den Werken arbeiten und über sie urteilen können. Es ist ein gieriger, halb- seidener Markt, der hier vernichtet, was er hoch zu schätzen vorgibt. So klingt es fast visionär, wenn Michail Larionow in seinem Manifest „Rayonisten und Zukunftsmenschen“ schon im Jahr 1914 schrieb: „Wir verachten all jene, die auf dem Tummelplatz der alten oder der neuen Kunst ihren seichten Geschäften nachgehen, und bezeichnen sie als künstlerisches Gesindel.“

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    „Es ist eine Industrie geworden, wie falsche Vuitton-Handtaschen in China“: Ein gefälschter Malewitsch, vom Bundeskriminalamt enthüllt.

    FOTO: FREDRIK VON ERICHSEN/DPA

     

     

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  • les racines ukrainiennes de Gogol

     

    14 лютого 2013

    Профессор В.Н.Перетц « Гоголь и малорусская литературная традиция »

    Из сборника «Н. В. Гоголь. Речи, посвящённые его памяти». Опубл.: 1902

    Гоголь и малорусская литературная традиція.

     

    Окидывая бѣглымъ взглядомъ судьбы нашей литературы за послѣднія сто-полтораста лѣтъ, мы поражаемся ея быстрымъ и могучимъ разцвѣтомъ.

    Не прошло столѣтія съ того времени, какъ мы пріобщились къ европейской литературной жизни — и на нашемъ горизонтѣ появились два крупнѣйшихъ и еще не превзойденныхъ художника слова — Пушкинъ и Гоголь.

    Послѣдній, разсматриваемый въ отдаленіи полувѣка, на общемъ фонѣ развитія русской литературы представляетъ собою явленіе поразительное.

    Чѣмъ былъ до Гоголя русскій романъ, русская повѣсть? Зародясь въ XVII вѣкѣ по образцу переводной, сильно окрашенная мистическимъ настроеніемъ создавшей ее среды и лишь въ слабой степени приближаясь къ реальному воспроизведенію явленій жизни, — эта повѣсть, не успѣвъ окрѣпнуть, тонетъ въ необозримомъ морѣ переводныхъ романовъ XVIII столѣтія. Со второй половины его, въ подражательномъ романѣ Эмина и другихъ появляются живые звуки, напоминающіе наше родное, видны живыя краски современной дѣйствительности, думы и чувства лучшихъ русскихъ людей. Но все это было отрывочно, случайно.

    Нѣсколько позже безконечная вереница повѣстей, послѣдовавшая за извѣстными опытами въ этомъ родѣ Карамзина, — не оставила намъ ни одного сколько-нибудь замѣчательнаго произведенія, способнаго пережить послѣдующее столѣтіе. Повѣсти Греча, Булгарина, Полевого и менѣе извѣстныхъ авторовъ — постигло забвеніе, лишь, изрѣдка нарушаемое трудолюбивыми разысканіями историковъ литературы.

    И только немеркнущимъ свѣтомъ, какъ лучезарныя звѣзды сіяютъ и весело-привѣтно свѣтятъ намъ изъ далекаго прошлаго немудреные разсказы пасичника Рудаго Панька, изъ хутора близъ Диканьки. Ихъ не затмили шедевры, вылившіеся съ пера цѣлой плеяды талантливыхъ писателей, — и до сихъ поръ мы перечитываемъ повѣсти Гоголя, какъ нѣчто живое, свѣжее; и это чтеніе, отрывая насъ отъ безотрадныхъ порою думъ и мелочей кипящей вокругъ жизни, даетъ намъ чистое эстетическое наслажденіе.

    Гдѣ, и въ чемъ тайна этого явленія? Гдѣ источникъ того очарованія, которое испытали всѣ мы въ дѣтствѣ и ранней юности, переносясь вмѣстѣ съ Гоголемъ въ его благодатную Украйну, — и сохранили это очарованіе на много лѣтъ?…

    Обратившись за разрѣшеніемъ этого вопроса къ критикѣ, современной Гоголю и позднѣйшей, мы не найдемъ разгадки его очарованія. Мало того, мы встрѣтимъ рядъ изумительно противорѣчивыхъ сужденій. Авторитетный въ свое время Н.А.Полевой одобрительно отозвался о первыхъ повѣстяхъ Гоголя, но затѣмъ измѣнилъ тонъ и первый провозгласилъ, что «Гоголя захвалили». Знаменитый острословъ своего времени, баронъ Брамбеусъ-Сенковскій, говорилъ объ авторѣ «Тараса Бульбы», «Старосвѣтскихъ помѣщиковъ» и пр. — что «у него нѣтъ чувства», что онъ употребляетъ выраженія низкія, грязныя, а по содержанію — его повѣсти ниже романовъ…. Поль-де-Кока.

    Ученый критикъ, также нынѣ забытый, какъ и Сенковскій — проф. С.Шевыревъ отмѣтилъ только, что Гоголь имѣетъ чудный даръ схватывать безсмыслицу въ жизни человѣка, но не нашелъ въ его повѣстяхъ ничего, кромѣ смѣшного и забавнаго. Все глубоко-грустное, трогательное, патетическое — прошло мимо его вниманія….

    Это странное непониманіе Гоголя можно, кажется намъ, объяснить только однимъ: по природѣ своего духа и творчества онъ былъ чуждъ великорусской литературѣ. Онъ, какъ показываетъ анализъ его первыхъ повѣстей, скорѣе является въ нихъ художникомъ-завершителемъ предыдущаго періода развитія малорусской литературы, нежели начинателемъ новой, общерусской.

    Но едва ли не самымъ суровымъ и…. несправедливымъ судьей Гоголя оказался его землякъ, П.Кулишъ. Сначала поддавшись непосредственному вліянію художественнаго творчества нашего великаго писателя, Кулишъ выступилъ затѣмъ съ придирчивой критикой деталей, пытаясь его развѣнчать. Соглашаясь, что въ украинскихъ повѣстяхъ «чувствуется общій поэтическій тонъ Украйны», Кулишъ, однако, настаиваетъ на томъ, что онѣ мало заключаютъ въ себѣ исторической и этнографической истины и, подвергая анализу Сорочинскую ярмарку, выводитъ заключеніе, что Гоголь не зналъ народныхъ обычаевъ.

    Но имѣютъ ли въ художественномъ произведеніи значеніе такія мелочи, какъ мѣстныя детали свадебнаго ритуала, которыхъ нельзя обойти въ житейской обстановкѣ? Мы и не ищемъ въ повѣстяхъ Гоголя этнографическихъ изслѣдованій: пусть будетъ правдой только одно изъ сказаннаго съ укоризной Кулишомъ: «украинскія повѣсти Гоголя не болѣе какъ радужныя грезы поэта о родинѣ», и если это такъ — мы будемъ довольны.

    Критика Кулиша была опровергнута до мелочей Максимовичемъ, и теперь, много лѣтъ спустя послѣ этого спора, съ развитіемъ и расширеніемъ въ новыя, неизслѣдованныя тогда области историко-литературныхъ изученій — постепенно, ярче и ярче выясняется связь творчества Гоголя съ цѣлымъ рядомъ предшествующихъ поколѣній малорусскихъ писателей и глубоко лежащая историческая основа его.

    Кулишъ обвинялъ Гоголя въ незнаніи условій жизни малорусскаго народа; въ томъ, что если онъ и наблюдалъ её — то лишь «съ панскаго крыльца». Но все: факты изъ жизни великаго писателя, его воспитаніе, наконецъ его переписка — опровергаютъ это обвиненіе.

    Дѣйствительно ли Гоголь могъ остаться, такъ чуждымъ народной жизни, какъ полагалъ Кулишъ?

    Семья Гоголя — была «средней руки малорусская панская семья, вышедшая изъ родовъ казачьей старшины и духовенства, по своему прошлому и настоящему скорѣе буржуазная, чѣмъ аристократическая», какъ мѣтко охарактеризовалъ её новѣйшій біографъ Гоголя[1].

    Литературныя и общественныя движенія Европы въ концѣ XVIII ст. не затронули этой среды; мирно прозябая въ своемъ углу, не зная ни вольтеріанскаго вольнодумства, ни масонскаго исканія правды, не производя общественныхъ дѣятелей въ родѣ Новикова или Радищева, — эта среда мирно покоилась почти до половины XIX столѣтія въ объятіяхъ старой семинарской образованности, завѣщанной XVII-мъ вѣкомъ. Въ такой средѣ вѣрно и свято чтутся и хранятся старыя традиціи, въ томъ числѣ и — литературныя. Остановимся на нихъ.

    Одинъ изъ предковъ Гоголя, Танскій былъ извѣстенъ, какъ авторъ интерлюдій и пользовался славой Мольера у современниковъ. Этотъ родъ литературныхъ произведеній былъ любимымъ и популярнымъ въ Малороссіи. Онъ перешелъ и въ кукольный театръ — въ вертепное представленіе, даваемое кое-гдѣ и донынѣ на праздникъ Рождества Христова. Школьная драма не обходилась безъ интерлюдій. Въ нихъ выводились на сцену лица изъ простонародья и, что особенно важно — говорили не на литературномъ славянороссійскомъ языкѣ, а на простонародномъ, малорусскомъ, понятномъ всѣмъ слушателямъ.

    Любимыми типами въ интерлюдіяхъ были: простоватый мужикъ, въ родѣ Солопія Черевика изъ «Сорочинской ярмарки»; школьникъ-семинаристъ, по малорусски дякъ или, какъ шутливо именовали его авторы сатиръ — «пиворѣзъ»; отбившись отъ школы за великовозрастіемъ, онъ увлекается предметами, чуждыми строгой духовной наукѣ: ухаживаетъ и за торговками, и за паннами, пьянствуетъ и для добыванія средствъ къ существованію поетъ канты и псалмы подъ окнами, пускается на рискованныя аферы. Онъ не прочь порою подшутить надъ неписьме́ннымъ крестьяниномъ, продѣлывая надъ нимъ неблаговидныя шутки: объявивъ себя живописцемъ и взявшись нависать портретъ, онъ вымазываетъ простака сажей.

    Въ интерлюдіяхъ разныхъ авторовъ появляются на сцену хвастливый и легкомысленный польскій шляхтичъ, въ родѣ изображеннаго въ «Тарасѣ Бульбѣ», очень смѣлый, но быстро теряющій свою смѣлость при появленіи козака-запорожца; хитрый еврей-шинкарь, прототипъ изворотливаго Янкеля; цыгане, казаки, наконецъ цѣлый сонмъ разной чертовщины — вотъ любимые персонажи малорусскихъ интерлюдій XVIII вѣка.

    Эти типы стали постоянными: они повторяются и у Довгалевскаго, и у Конисскаго, и у Некрашевича и наконецъ — на порогѣ XIX ст. и новой украинской литературы — у Гоголя-отца и Котляревскаго. Дьякъ Ѳома Григорьевичъ — Гоголя-отца, Финтикъ — Котляревскаго въ сущности тотъ же переодѣтый дякъ-пиворѣзъ, прямой потомокъ глуповатыхъ, прожорливыхъ и сластолюбивыхъ героевъ старинной интерлюдіи. Этотъ же типъ повторилъ и Нарѣжный въ своемъ романѣ «Бурсакъ».

    У нашего великаго писателя характеристика тѣхъ же типовъ осталась традиціонной; измѣнились только формы произведеній, въ которыхъ они выводятся: Гоголь воспользовался народными типами — не въ комедіяхъ, а въ повѣстяхъ. Кто не смѣялся чистымъ, здоровымъ смѣхомъ, читая о похожденіяхъ богослова Халявы и мудраго философа Хомы Брута, крадущаго въ критическій моментъ рыбу изъ кармана зазѣвавшагося товарища, или — послѣ сильныхъ ощущеній пережитыхъ при встрѣчѣ съ вѣдьмою — мирно отправляющагося искать утѣшенія и подкрѣпленія силъ у знакомой вдовы. Вспомнимъ Андрія, сына Тараса, и его похожденія въ Кіевѣ съ дочерью воеводы.

    Казакъ-запорожецъ, безъ просвѣту тянущій горилку, но когда нужно — бодро выступающій на защиту вѣры и національности, отлился въ народной пѣснѣ и интерлюдіи въ сходныхъ чертахъ, соединяя въ себѣ и высокое — и комическое. Въ тѣхъ же чертахъ изображаетъ его Гоголь, слѣдуя живому еще въ его время народному преданію.

    Кромѣ этихъ мужскихъ типовъ, остановимся на часто встрѣчающемся у Гоголя женскомъ типѣ бойкой, рѣзкой на языкъ бабы — каковой является хотя бы Хивря въ «Сорочинской ярмаркѣ», или Солоха въ «Ночи подъ Рождество». Этотъ типъ находимъ въ массѣ народныхъ сказокъ и анекдотовъ, не всегда русскаго происхожденія, а заимствованныхъ изъ переведенныхъ еще въ XVII в. съ польскаго повѣстяхъ и жартахъ.

    Но не одни только юмористическіе типы Гоголя совпадаютъ съ установившимися типами украинской литературы и народной словесности. Мы видимъ и другія лица, обрисованные инымъ размахомъ, иными красками. Трогательный типъ матери-казачки, воспѣтой въ рядѣ думъ и пѣсенъ, воспроизведенъ Гоголемъ въ лицѣ матери Остапа и Андрія.

    Одинъ изъ критиковъ объяснялъ высоко-патетическое настроеніе всей повѣсти «Тарасъ Бульба» болѣзненною приподнятостью нервовъ, природной склонностью къ аффектаціи и риторизму, присущей Гоголю. Нѣтъ спора, въ раннихъ письмахъ Гоголя проявляются очень замѣтно эти черты его стиля. Но не забудемъ стиля и настроенія тѣхъ несомнѣнныхъ источниковъ, изъ которыхъ создался Тарасъ — и мы поймемъ, откуда взялся высоко-патетическій тонъ разсказа, самые герои и ихъ подвиги.

    Гоголь живо интересовался народностью и, тоскуя въ Петербургѣ по родинѣ, почти во всѣхъ письмахъ къ матери, сестрѣ, знакомымъ, вплоть до появленія «Ревизора», повторялъ просьбы о присылкѣ ему старинныхъ пѣсенъ, преданій, повѣрій, даже костюмовъ народныхъ.

    Безъ сомнѣнія, не разъ въ дѣтствѣ и самъ слышалъ онъ думы кобзарей — и о Самойлѣ Кишкѣ и о Марусѣ Богуславкѣ, о трехъ братьяхъ, бѣжавшихъ изъ Азова, и цѣлый рядъ другихъ думъ, обрисовывающихъ вѣкъ борьбы славнаго лыцарства запорожскаго за вѣру и народность. Живы были у всѣхъ въ памяти и пѣсни о недавно минувшихъ гайдамацкихъ войнахъ.

    Гоголь, будучи ученикомъ Нѣжинскаго Лицея, любилъ бродить по базару; — и до сихъ поръ рѣдкій базаръ, ярмарка въ Малороссіи обходятся безъ пѣнія старцевъ, трогающаго подъ-часъ и самую загрубѣлую, черствую душу. Да и въ усадьбу Гоголей не разъ, вѣроятно, заходили кобзари и лирники потѣшить пановъ и получить себѣ подачку на пропитаніе.

    Вотъ тотъ источникъ, изъ котораго объясняется многое въ «Тарасѣ Бульба» и «Страшной мести».

    Малорусскія думы, слѣды которыхъ восходятъ до XVI вѣка, сложились, относительно формы, подъ вліяніемъ школьной литературы. И, если эта литература была блѣдна, давала мало живыхъ отраженій народнаго настроенія и внутренней жизни, то въ думахъ, наоборотъ, мы находимъ почти полную исторію героической и многострадальной Украйны XVI—XVIII вѣковъ, какъ она отразилась въ народномъ пониманіи и прошла сквозь призму его поэтическаго творчества. И Гоголь это глубоко чувствовалъ. «Всѣ думы и особенно повѣсти бандуристовъ ослѣпительно хороши», пишетъ онъ И. И. Срезневскому[2]. «Я къ нашимъ лѣтописямъ охладѣлъ, напрасно силясь въ нихъ отыскать то, что̀ хотѣлъ бы отыскать»… «Я недоволенъ польскими историками, они очень мало говорятъ объ этихъ (казацкихъ) подвигахъ… И потому-то каждый звукъ пѣсни мнѣ говоритъ живѣе о протекшемъ, нежели наши вялыя и короткія лѣтописи…

    Во многихъ мѣстахъ своего «Тараса Бульбы» и другихъ повѣстяхъ Гоголь пользуется почти буквально народнымъ преданіемъ и думами, которыя передаетъ съ незначительной перефразировкой. Пособіемъ здѣсь служили ему сначала память, опиравшаяся на записи родныхъ, а позже — изданія Срезневскаго и Максимовича.

    Упомянемъ еще, что въ основаніи разсказа «Ночь подъ Рождество» лежитъ легенда о благочестивомъ кузнецѣ-живописцѣ, извѣстная всей средневѣковой Европѣ и задолго до Гоголя ставшая народной въ Малороссіи.

    Но не одно это обстоятельство связываетъ Гоголя съ малорусской литературой. Какъ отецъ его имѣлъ предшественниковъ въ лицѣ Котляревскаго и авторовъ интерлюдій, такъ и Ник. Вас. въ значительной степени связанъ съ своими предшественниками: съ Квиткой — относительно «Ревизора» и съ Нарѣжнымъ — въ повѣстяхъ. Не мѣсто разбирать здѣсь, въ какой мѣрѣ «Пріѣзжій изъ столицы» Квитки отразился въ «Ревизорѣ», и что̀ могъ дать «Бурсакъ» и «Два Ивана» для повѣстей «Вій» и «О томъ, какъ поссорился Иванъ Ивановичъ съ Иваномъ Никифоровичемъ», Гоголя.

    Для насъ важно вовсе не то, могъ ли въ данномъ случаѣ Гоголь подражать, или творилъ самостоятельно. Исторія литературы давно уже показала намъ, что и въ произведеніяхъ великихъ художниковъ наблюдаются часто безсознательныя повторенія и заимствованія. Писатель всегда зависитъ отъ своихъ предшественниковъ, что̀ было уже указано относительно Пушкина. Да и самъ Гоголь не скрывалъ источника своихъ сюжетовъ: два изъ нихъ даны ему Пушкинымъ. Такъ поэтъ захватываетъ частицы сдѣланнаго до него и часто изъ обломковъ воспринятыхъ впечатлѣній — строитъ по новому плану зданіи своего творчества.

    Относительно Гоголя вѣрнѣе всего, кажется намъ, объяснять совпаденіе его съ Квиткой и Нарѣжнымъ общностью источниковъ: анекдотовъ, данныхъ народнаго быта, народныхъ преданій и — той литературной традиціей, которая шла, не прерываясь отъ первыхъ годовъ возникновенія малорусской литературы, въ стѣнахъ школъ XVI вѣка, вплоть до выступленія     на    литературное поприще Гоголя.

    Я не буду утомлять ваше вниманіе, м. гг., подробнымъ исчисленіемъ звеньевъ, связывающихъ творчество Гоголя съ народнымъ. Тоскуя вдали отъ родины, онъ, какъ легендарный Антей, коснулся родной земли, и она наградила его неистощимымъ запасомъ творческой силы. Мечты о родинѣ вдохновили тоскующаго поэта и помогли ему перенестись мыслью изъ непривычной обстановки непривѣтливаго сѣраго города въ свободную ширь родныхъ степей, подъ лучи жаркаго, яснаго солнца Украйны, и здѣсь, отозвавшись на звукъ народной думы, преданія, наивнаго повѣрья, онъ въ стройномъ художественномъ синтезѣ объединяетъ и отражаетъ то, что̀, не одухотворенное геніальнымъ творческимъ одушевленіемъ, давно уже росло и развивалось, ожидая своего объединителя и творца.

    В. Перетцъ.

    Примѣчанія.

    1.  Н. Коробка, Ж. М. Н. Пр. 1902, февр.
    2.  Письма, изд. Шенрока, I, 278.

    Использована работа Марка Шагала « Гоголю от Шагала », 1917


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  • 400 faux tableaux – surtout d’artistes de l’ « avant-garde russe »

    Mittwoch, 19. Juni 2013
    HERAUSGEGEBEN VON WERNER D’INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
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    KunstfälscherringVierhundert falsche Bilder und eine Razzia

    13.06.2013 ·  In mehreren deutschen Städten wurden in den vergangenen Tagen Razzien in Galerien, Wohnungen und Lagerhäusern durchgeführt. Ein internationaler Kunstfälscherring kam zum Vorschein. Wer steckt dahinter?

    Von NIKLAS MAAK

    Kunstfälscherring

    © WONGE BERGMANNSchön, aber vermutlich nicht echt: Eines der rund vierhundert beschlagnahmten Bilder soll ein Malewitsch sein.

    Seit dem Fall des Kunstfälschers Wolfgang Beltracchi ist man einiges gewöhnt, aber einen derart massiven Aufmarsch der Polizei gegen Kunstfälscher wie jetzt hat es noch nicht gegeben: Bei Einsätzen, die vorgestern und gestern in mehreren deutschen Städten stattfanden, durchsuchten mehr als hundert Beamte des Bundeskriminalamts insgesamt achtundzwanzig Wohnungen, Lager, Büros und Galerien in Wiesbaden, Mainz, Stuttgart, München, Hamburg und Köln. Gleichzeitig fanden Durchsuchungen in Israel und der Schweiz statt. In Wiesbaden wurden zwei Personen im Alter von siebenundsechzig und einundvierzig Jahren verhaftet. Es handelt sich um einen Deutsch-Tunesier und einen Israeli, teilte das Bundeskriminalamt im Gespräch mit dieser Zeitung mit.

    Weitere Tatverdächtige stammen aus Russland. Ihnen wird vorgeworfen, Mitglieder eines internationalen Fälscherrings zu sein, der über Jahre Gemälde der russischen Avantgarde – darunter Arbeiten von Natalia Gontscharowa, Malewitsch, Kandinsky, Jawlensky und Larionow – verkauft haben soll, vor allem an private Sammler. Die Arbeiten sollen vor allem anlässlich von Galerieausstellungen, aber auch in Auktionen gehandelt worden sein. Die Rede ist von insgesamt vierhundert gefälschten Werken, die für vier- bis siebenstellige Summen verkauft wurden. Allein die jetzt Verhafteten sollen in den vergangenen zwei Jahren gefälschte Gemälde im Wert von mehr als zwei Millionen Euro an deutsche und spanische Händler und Sammler verkauft haben.

    Omertà in der Kunstwelt

    Man hatte sich schon gewundert, dass nach dem großen Fälschungsskandal um Wolfgang Beltracchi und seine Komplizen auf dem Kunstmarkt wieder alles so zu laufen schien wie immer: Die Auktionshäuser meldeten Rekorde, der Handel schien die Krise, in die der brillante Fälscher sie gestürzt hatte, selig vergessen zu haben.

    Man wandert zwar mit geschärftem Blick über Messen und durch Museen. Man steht im Pariser Musée Marmottan in der schönen Ausstellung mit Werken von Marie Laurencin und staunt über das Porträt eines Mannes, der mit einem für das Jahr 1913 unüblich weit aufstehendem Hemd so hippiesk elegant an der Wand lehnt, dass man es, wenn es nicht offiziell Nils von Dardel darstellte, glatt für das Selbstporträt des jungen Wolfgang Beltracchi halten könnte, der dem Werk von Marie Laurencin ja bereits einige sehr schöne postume Neuzugänge verschafft hatte. Neben dem Dardel-Porträt hängt ein Schild, das die Provenienz des Werks als ehemals „Galerie Alfred Flechtheim, Berlin-Düsseldorf“ ausweist. Anfrage im Museum: Ob man mehr über die Geschichte des Bildes wisse? Keine Antwort. Auch anderswo: kein Interesse. Omertà in der Kunstwelt.

    Viele Zufälle

    Aber dann tat sich hinter den Kulissen des Kunstmarkts doch Einiges: Ende Mai dieses Jahres wurde die bei New York lebende Kunsthändlerin Glafira Rosales festgenommen; sie soll insgesamt dreiundsechzig gefälschte Gemälde unter anderen von Robert Motherwell, Mark Rothko und Basquiat über zwei Galerien – darunter die ehemals ehrwürdige Knoedler Gallery in New York, die wegen des Falls schließen musste – in den Kunstmarkt und mehr als zwölf Millionen Dollar an der Steuer vorbei auf spanische Konten gebracht haben.

    Kunstfälscherring© WONGE BERGMANNWar ein Team am Werk? Es wird vermutet, dass die Fälschungen in Israel gemalt wurden.

    Ihr Lebensgefährte stammt aus Spanien und war schon vor Jahrzehnten in Prozesse um Kunstfälschungen verwickelt, die nur eine knappe Autostunde vom Wohnsitz der Beltracchis in Südfrankreich stattfanden. Eine Verbindung zwischen beiden Fällen wurde nicht angenommen, obwohl die amerikanischen Ermittler über den Zufall staunten, dass zeitgleich zwei hochbegabte Fälscher mit der gleichen Methode – man erzählt renommierten Experten eine brillante Geschichte von einem Verwandten, der in aller Heimlichkeit bedeutende Kunstwerke hortete und erschafft so die Legende einer unbekannten Meistersammlung – ihre Fälschungen ins Herz des Markts schleusen und dies auch noch in der selben Region am Mittelmeer planten. Zufälle gibt es.

    Unruhige Monate für den Kunsthandel

    Experten waren nach Aussagen der Ermittler gegenüber dieser Zeitung auch im Spiel, als die jetzt festgenommenen Fälscher ihre Werke marktglaubwürdig bekommen wollten. Einen Malewitsch stellt man nicht einfach mit Preis ins Internet, man braucht Zertifikate, Gutachten. Diese kann man natürlich auch fälschen und das gefälschte Werk mitsamt den gefälschten Papieren an einen gutgläubigen Sammler in Australien verkaufen. Aber so verliefen die Vorgänge im neuen Fall offenbar nicht.

    Hinweise, die die Ermittlungen auslösten, kamen offenbar aus Israel und der Schweiz, es sind laut Aussagen des Bundeskriminalamts renommierte Galerien, Händler und Experten betroffen, Namen werden wegen noch laufender Ermittlungen nicht genannt. Am Rande eines Fototermins in Wiesbaden, bei dem ein vermutlich gefälschter Malewitsch und eine beeindruckende Masse verpackter Kunstwerke präsentiert wurden, teilten Mitarbeiter des Bundeskriminalamts mit, man vermute, die gefälschten Bilder seien in Israel gemalt worden. Die Frage, ob auch Bilder in Museen beschlagnahmt wurden, verneinte die Pressesprecherin des BKA in Berlin, das ebenfalls in den Fall eingebunden ist, im Gespräch mit dieser Zeitung.

    Weitere Artikel

    In den kommenden Tagen werden die beschlagnahmten Werke analysiert werden. Auf den Kunsthandel kommen unruhige Monate zu: Wer sind die Fälscher? Wer ihre Komplizen? Wer die Opfer? Wer die betroffenen Händler, wer die Experten? Die Hoffnung, dass die Erschütterungen der jüngsten Fälschungsfälle sich vom Leuchten der gehandelten Bilder und dem Rauschen der Geldmengen übertönen lassen, ist gescheitert.

  • Conférence à Donetsk au centre culturel IZOLIATSIA, 21/05.2013

    NEWS: 21 May 2013LECTURE BY FRENCH ART CRITIC JEAN-CLAUDE MARCADÉ

    TAGS: lectureizotalk

    On May, 31st IZOLYATSIA invites everyone to visit the lecture by French art critic Jean-Claude Marcadé « Ukrainian avant-garde art of the first half of the XXth century » and his presentation of the book « Malevich » published by « Rodovid ». The event is organized with the support of Alliance française.

     

    Jean-Claude Marcadé is the French art critic, curator and honored director of the French National Center for Scientific Research, a connoisseur of artistic avant-garde of the former USSR and one of the most important pioneers and explorers of the Ukrainian avant-garde phenomenon.

    In the preface to the Ukrainian edition Marcade writes: « There is an element that distinguishes my work from most other studies of Malevich. It is my attention to the roots of his Ukrainian artistic poetics, which is usually ignored or obscured not only in Russian studies. In all my books and articles about the so-called « Russian Avant-Garde » I distinguish in this powerful and innovative artistic direction of this flow to three « schools »: St.-Petersburg, Moscow and Ukrainian (and Malevich belongs to the ast one). « 
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  • Qu’est-ce une icône? (Bogota, Catedra internacional de arte Luis Angel Arango, novembre 2002)

    Qué es un ícono?

     

     

    A lo largo de los veinte siglos de cristianismo, Cristo se ha convertido en la piedra angular de la representación de lo divino o de las realidades espirituales, léase metafísicas. Durante los últimos tres siglos del primer milenio, como consecuencia de la violenta crisis de la doctrina de los iconoclastas, la Iglesia desarrolló una teología de la imagen que justifica la representación del Dios-Hombre. La tradición iconográfica que se afianzó en el Oriente ortodoxo donde aún subsiste, apoyándose en un consenso dogmático de la Iglesia, se ha ido transformando poco a poco en el Occidente católico romano en provecho de las diferentes corrientes e individualidades que se han manifestado en épocas diferentes en las diversas culturas que lo conforman.

    Después del concilio de Trento, las dos tradiciones de las representaciones cristológicas: la oriental, fundada sobre cánones y una técnica muy estrictos, totalmente distinta a la pintura « profana » – y la occidental, en la cual la pintura religiosa, que no está separada de la pintura en general, tiene un valor edificante.

     

    Se puede representar al Dios-Hombre?

     

    La división entre Occidente y Oriente en el mundo cristiano se estableció, en gran parte, como consecuencia de la cuestión de la imagen, y primordialmente de la imagen del Hijo de Dios. Partiendo del judaísmo, para el cual toda imagen es prohibida por cuanto es susceptible de provocar idolatría, pero evolucionando en el mundo greco-romano en el cual hay una profusión de representaciones de dioses o semidioses, el cristianismo, hasta el siglo V, desarrollará de manera difusa y un tanto anárquica, un arte con imágenes que representan a Cristo, María y los santos de una manera “realista” o simbólica: cruz, cordero, vid.  El culto a los muertos en Egipto, en Roma, en Siria, tuvo una gran influencia en la formación de la iconografía cristiana en términos generales.

    Hasta el concilio iconoclasta de Constantinopla en 754, convocado por Constantino V, llamado Coprónimo, no existía ninguna doctrina eclesial relacionada con las imágenes sagradas. Se constata que algunos fieles las rechazaban y otros las aceptaban. La iconografía de Cristo se establece poco a poco. Con anterioridad al siglo IV, no había más que representaciones, podría decirse, didácticas; episodios de la vida de Jesús, y luego, después del primer Concilio Ecuménico de Nicea en 325, a medida que el cristianismo se iba oficializando, aparecen las escenas de la pasión e inclusive, la representación de Cristo Rey.

    Los comienzos del arte cristiano que conocemos se remonta al período que va desde finales del siglo I hasta principios del siglo III. Se encuentran algunas pinturas funerarias en diversas catacumbas del subsuelo romano, esos cementerios cristianos que eran verdaderas ciudades subterráneas. (Fuera de Roma, se encuentran también en Nápoles, Sicilia, Malta, Túnez y Egipto). Las primeras representaciones parietales asimilan la imaginería pagana siguiendo modelos greco-romanos. Antes de la mitad  del siglo IV, la mayor parte de los episodios de la vida de Cristo que se representaban eran ilustraciones de su vida pública, de sus milagros; no existe representación ni de la pasión ni de la realeza de Cristo. En términos generales, las obras paleocristianas no reflejan la angustia de la muerte ni los dramas del mundo. Cristo adquiere los rasgos míticos de Orfeo (quien, como él, descendió a los infiernos), de un joven enseñante, o del Buen Pastor (catacumbas de santos Pedro y Marcelino, Roma, segunda mitad del siglo III, y de san Calixto, siglo III). Según el profeta Ezequiel (Ez 34, 12): « Como un pastor vela por su rebaño cuando se encuentra en medio de sus ovejas dispersas, así velaré yo por mis ovejas », idea retomada por san Juan « Yo soy el buen pastor »(Jn 10, 11). El Buen Pastor tiene los rasgos del Hermes (MercurioNota del traductor) griego. Se encuentra también al Cristo-Helios con los rasgos de Febo (Apolo Nota del traductor) que conduce una yunta (grutas vaticanas, Roma, finales del siglo III). De la misma manera, se adaptó una iconografía a la vez simbólica y emblemática y no « hierohistórica ». De esta manera, el pez, el cordero, la paloma, la vid, se convierten en emblemas cristológicos por excelencia. El acróstico de la palabra griega ichtus [pez] permite leer: « Jesucristo, Hijo de Dios, Salvador ». El Pez-Cristo se encuentra por todas partes : en los frescos (capilla A2 de la catacumba de San Calixto, siglo I), en sarcófagos, en jarras, en amuletos. El pez se transforma a veces en delfín, el animal que, según el historiador griego Heródoto, salvó al poeta Arión de morir ahogado en las profundidades del mar. El Cordero Pascual reemplaza también, durante siglos, la imagen directa del Dios-Hombre de la misma manera que la paloma se convertirá en seguida en el símbolo del Espíritu Santo. A partir del texto de san Juan « Yo soy la vid, vosotros los sarmientos »(Jn 15, 5), se representaron, tanto a manera de decoración como de emblema, los motivos derivados de la viña. La cruz latina, no aparecerá sino hasta la primera mitad del siglo IV. De esta manera, antes de las primeras definiciones dogmáticas de Cristo, el arte cristiano se acoge a una iconografía sobria tanto en el trazo como en el color, que apunta a lo simbólico y a lo abstracto en contraste con la estética naturalista que dominaba en la época.

    El siglo IV ve triunfar al cristianismo en 380 como religión oficial del imperio romano; Constantinopla, fundada en 324, se convierte, a finales del siglo, luego de la separación definitiva de Oriente y Occidente, en la capital del imperio bizantino; los dos primeros Concilios Ecuménicos, el de Nicea en 325 y el de Constantinopla en 381, permiten determinar la manera de representar a Cristo: él es la imagen de Dios Padre « El que me ha visto a mí, ha visto al Padre », (Jn 14, 9); los Padres de la Iglesia, como san Basilio de Cesarea (san Basilio el Grande), san Juan Crisóstomo, san Gregorio de Nacianzo, (san Gregorio Nacianceno), desarrollan, precisan y amplifican la doctrina cristológica.

    El arte bizantino cristiano se impuso durante los mil años de historia de Bizancio, la cual se termina con la toma de Constantinopla por los turcos en 1453, pero actualmente continúa manifestándose en todos los países donde aún existe la cultura ortodoxa (Grecia, Rusia, Ucrania, Serbia, Rumania, Armenia, Siria, Egipto, Etiopía).

    En el siglo IV, san Basilio el Grande afirmó que « el honor rendido a una imagen se refiere al prototipo » [Hè tès eikonos timè épi ton portotypon diabainei][1] En efecto, en la teología ortodoxa del ícono hay que distinguir entre el Prototipo, que es la Divinidad en su Trinidad, y las imágenes arquetipos que son una emanación del Protipo único. Es a partir de estas imágenes arquetípicas que se crearon los modelos canónicos que sirven de referencia para todas las representaciones apográficas que se suceden a lo largo de los siglos.

    De esta manera, el Prototipo es único. Es la luz de los tres soles de la Santísima Trinidad. Esta luz es indescriptible. Como lo dice, siguiendo la tradición, un iconógrafo ruso de la segunda mitad del siglo XX, el monje Gregorio Krug: « Dios es totalmente irrepresentable en su ser, impenetrable en su esencia e inconocible. Él está, se podría decir, revestido de las tinieblas inexpugnables de la impenetrabilidad. »[2]

    Lo que es accesible de esta luz increada, son las irradiaciones de la gracia divina cuya energía sofiánica (llena de sabiduría  Nota del traductor) organiza el mundo y lo ilumina. Es a esta luz del mundo de la imagen, luz de la parusía, a la que tienen acceso, por la ascética espiritual, los santos, los que alcanzan la semejanza angélica. Es ésta la luz que fulguró en el Monte Tabor y que, en el siglo XIX, abrasó a san Serafín de Sarov. Es de ella de la cual la tradición ostenta la legitimidad de la representación, representación accesible al hombre bajo la forma de imágenes arquetípicas hierosimbólicas. Si la imagen de la gloria prototípica, primera absoluta, es impenetrable a nuestros ojos y a nuestro entendimiento carnal, la encarnación del Hijo del Hombre entreabrió el velo que desesperadamente cubre la majestad insostenible del Deus absconditus.

    Los emperadores bizantinos se sirven de las imágenes sagradas, sobre todo la de Cristo, para expresar y propagar ideas religiosas y políticas.  La Iglesia, ella, no se pronunció de manera universal. Se observa, en el siglo IV rechazos de toda representación de lo divino o de lo sagrado sobre los muros de las iglesias (Sínodo local de Elvira en España, entre 305 y 312; carta de Eusebio a Constancia, hermana del emperador Constantino; textos de san Epifanio de Chipre…). En cambio, el Concilio Quinisexto (en Trullo), que tuvo lugar en Constantinopla en 692, afirma en el canon 82 que hay que representar a Cristo, no bajo la forma simbólica del cordero, tal como existía sobre todo en Occidente, sino « según su aspecto humano » « kata ton anthropinon typon« ). Frente a la prohibición de la imagen divina y sagrada entre judíos y musulmanes, quienes no cesaban de polemizar contra la idolatría cristiana, los Padres del Quinisexto oponen, a lo que consideran como religiones de la Ley, una religión de la gracia.

    El Concilio Ecuménico de Éfeso en 431, y el de Calcedonia en 451, habían confirmado, en contra de Nestorio, los partisanos de Arius y los monofisitas, que Cristo es a la vez verdadero Dios y verdadero hombre, así como el lugar de María, como Madre de Dios, (Théotokos) en la economía divina. De esta manera, se puede ver en la iglesia de Santa María la Mayor en Roma, todo un ciclo de imágenes que subrayan la divinidad del Niño y la importancia teológica de su Madre.

    Cuando, en 726, el emperador León III hace destruir el ícono de Cristo sobre la gran puerta de bronce de su palacio y la reemplaza por una cruz con un epigrama afirmando que « el emperador no puede admitir una figura (eïdos) de Cristo sin voz y sin aliento » y que las escrituras se oponen a toda imagen de Cristo según su naturaleza humana, comienza la guerra contra los íconos que provocaron, entre los « veneradores de imágenes » (iconódulos) y los « rompedores de imágenes » (iconoclastas) querellas y luchas sangrientas que se prolongaron desde el reinado de Léon III el Sirio (717-741) y el de su hijo Constantino V Coprónimo (741-775). El primer Concilio iconoclasta de 754, que tuvo lugar en Constantinopla en el palacio de Hiera, declara como herética la fabricación y la veneración de íconos en general. En 764, Constantino V Coprónimo hizo destruir todas las imágenes de los seis Concilios Ecuménicos y las reemplazó por una representación de los juegos del hipódromo y de su cochero preferido! Hubo, entre 780 et 815, una pausa y un regreso a las prácticas iconófilas. Es entonces cuando se pudo realizar en 787, en Nicea, el VII Concilio Ecuménico que consagró dogmáticamente el culto a las imágenes: « El que se prosterna delante de un ícono se prosterna delante de la hipóstasis del que está representado o inscrito en él. »

    Pero el emperador León V el Armenio reunió en 815 un segundo Concilio iconoclasta en la catedral de Santa Sofía, presidido por el patriarca Teodoto. No fue sino en 843 cuando se restableció definitivamente en la Iglesia « el triunfo de la ortodoxia », es decir, la veneración de los íconos.

    Frente a las posiciones iconoclastas que se apoyaban en interpretaciones teológicas muy sutiles, la Iglesia « ortodoxa », a su vez, tuvo que elaborar una teología del ícono en la cual la representación de Cristo quedaba justificada por su encarnación.

    La audacia de querer reflejar la gloria divina en las producciones humanas es legítima, como dice san Pablo en su segunda epístola a los corintios (2 Co 3, 18): « Mas todos nosotros, que con el rostro descubierto (tèn doxan Kuriou katoptrizoménoi), reflejamos como en un espejo (tèn autèn eikona) la gloria del Señor. » Y en otra parte, (2 Cor 4, 6), san Pablo precisa: « Pues el mismo Dios que dijo : De las tinieblas brille la luz, ha hecho brillar la luz en nuestros corazones, para irradiar el (pros photismon) conocimiento (tès gnôséos) de la gloria de Dios que está en la faz de Cristo ». La legitimidad de una gnosis sagrada a través de la iconografía está, pues, oculta en el misterio de la encarnación, en el Dios hecho hombre, principio central de la religión cristiana.

                  San Juan Damasceno, que vivió en el siglo VII, y que fue el primer gran teólogo de las imágenes sagradas, consagró tres tratados a la defensa de la imagen sagrada contra la tentación nihilista iconoclasta y justificaba así la posibilidad de representar al Dios-Hombre:

    « Cuando tú veas al Incorporal volverse hombre a través tuyo, entonces tú harás la representación figurativa (ektupôma) de su forma humana; cuado el Invisible se vuelve visible por la carne, entonces tú representarás (eikoniseis) la semejanza del que se volvió visible […] Cuando el que existe desde toda la eternidad en la forma de Dios se haya despojado asumiendo la forma de esclavo, volviéndose de esta manera limitado en cantidad y calidad, habiendo revestido la marca (karaktèr) de la carne, entonces represéntalos sobre una plancha y expón a la vista de todos a Aquél que ha querido aparecer. Representa su nacimiento de la Virgen, su bautismo en el Jordán, su Transfiguración en el monte Tabor […] Pinta todo por la palabra y por los colores. »[3]

    Y en otra parte el damasceno afirma: « Contemplando (théôrountés) la marca carnal, nosotros nos representamos (énnooumèn), tanto como ello es posible, la gloria divina. »[4]

    La justificación teológica de la representación de lo divino fue establecida por el santo higumenio (?) del monasterio de Stoudion, Teodoro, y sobre todo por el patriarca Nicéforo. Para Teodoro el Stoudionita, Cristo es descriptible en su hipostasio (persona Nota del traductor) quedando indescriptible en su divinidad: « El arquetipo y la imagen, como la realidad y la sombra, no son idénticos […] La Divinidad es adorada y glorificada conjuntamente con el cuerpo del Señor, en razón de la conjunción de las naturalezas puesto que ella está sometida al contorno de la carne […] Si  […] alguien dice que la Divinidad está presente en la imagen, no peca en absoluto, puesto que ella está también presente en la forma de la cruz y en los otros objetos consagrados. La Divinidad no está presente en la imagen por una unión de naturaleza puesto que no se trata de una carne divinizada; ella no está presente en la imagen más que por una participación relativa, por una participación en la gracia y el honor. »[5]

    Uno de los argumentos originales de san Nicéforo el Patriarca es hacer del ícono una matriz donde viene a descansar el Indescriptible, de la misma manera que Dios Hijo bajó al seno de la Virgen.[6]

    La audacia que es para el hombre la representación simbólica en la imagen de las realidades divinas no es posible, para el cristiano, ya lo he dicho, más que por el hecho de que Dios se hizo hombre. El hombre lleva impresa, desde su creación, la imagen y la semejanza de Dios, el ícono arquetípico dado por Dios, ícono sin cesar ensombrecido por las tinieblas del pecado, pero que es la fuente anamnésica inagotable que legitima toda representación del ser divino figurativa o discursivamente. Citando una vez más al monje Gregorio Krug : « La imagen y la semejanza de Dios, que en la caída misma del hombre, no pueden consumirse y deben renovarse inagotablemente, revivir, purificarse y, por la acción de la gracia y de la ascesis del hombre, ser de cierta manera, pintadas incansablemente en las profundidades del espíritu. Por la ascesis, suprema semejanza, la imagen de Dios se inscribe en el trasfondo del hombre y este esfuerzo constructivo, ininterrumpido e inalienable, es la condición fundamental de la vida del hombre, una especie de huella de la imagen de Cristo en los fundamentos del alma. »[7]

    Este ícono arquetípico sobre el cual se había extendido un velo de oscuridad ha sido plenamente restaurado por la encarnación del Dios de la Gloria. Escuchemos una vez más al monje Gregorio: « Cristo, en su encarnación, aparece como el restaurador de la imagen divina en el hombre y se puede decir que es más que el restaurador; es la ejecución y la realización total y perfecta de la imagen de Dios, ícono de íconos, la fuente de toda imagen santa, la imagen que no ha sido hecha por la mano del hombre (aquiropoeta), la Jerusalén viva. »[8]

    Para la tradición ortodoxa, el primer arquetipo icónico, la primera imagen sagrada, fuente por excelencia y sello original de las representaciones sacras, es el ícono del Salvador Aquiropoeta, la Santa Faz que no ha sido hecha por la mano del hombre. Conocemos la bella historia, referida por la tradición según la cual se trata de la imagen impresa milagrosamente por el mismo Cristo sobre un lienzo (el Mandylion), para regalársela al rey Abgar de Edesa. El ícono de la Santa Faz Aquiropoeta que fue impresa milagrosamente por Cristo mismo sobre el Mandylion es, en consecuencia, para la tradición ortodoxa, el ángulo, la clave, « el sello original y la fuente de toda imagen »[9]. Es la luz del Tabor que arde en la imagen sagrada, luz pre-eterna que no se consume jamás, aun si la imagen sagrada no está a la altura de su abrasamiento. Porque al igual que el espejo, la imagen, producción humana, puede reflejar mal o inclusive deformar, pero su luz, que se refleja, no por esto se oscurece. El monje Gregorio dice al respecto: « Cuando las fuerzas se agotan en la creación de los íconos por falta de piedad o de fe, y que los íconos parecen perder la gloria de su dignidad celeste, ahí tampoco se opaca esta luz; continúa viviendo, está lista a aparecer de nuevo con toda su fuerza para  llenarlo todo con el triunfo de la Transfiguración del Tabor. Parece que nosotros actualmente también nos encontramos en el umbral de esta luz y a pesar de que aún sea de noche, la mañana se acerca. »[10]

     El ícono de la Santa Faz Aquiropoeta fue emparedada para librarla de la destrucción de los paganos. Este arquetipo es atestiguado en la ciudad de Edesa (hoy Urfa, en Armenia. – Nota del traductor) a partir de finales del siglo V hasta 944, fecha en la cual fue llevado triunfalmente a Contantinopla después de haber sido comprado por los emperadores Constantino VII, llamado Porfirogéneta y Romano I. Después del saqueo de Constantinopla en 1204, se pierde su rastro.

    Las reproducciones de la  Santa Faz se multiplicaron. Entre ellas podríamos tal vez incluir la imagen impresa en la Sábana Santa de Turín. Los ejemplares más antiguos son: El Salvador Aquiropoeta de la escuela de Novgorod (siglo XII) y el de Rostov-Souzdal (siglo XIII) que se encuentra en la Galería Nacional Tretiakov en Moscú, o también la  Santa Faz de la catedral de Laon (siglos XII-XIII) (departamento del Aisne, Francia – Nota del traductor). En el siglo XX, el Mandylion de la Santa Faz del monje Gregorio Krug (1969, Ermitage du Saint-Esprit, Le Mesnil-Saint-Denis). Éstos dan testimonio, de manera esplendorosa, de la permanencia de este tema. Paralelamente, en la Iglesia de Occidente, se desarrolla el tema del Velo de la Verónica sobre la base de una tradición que se remonta al siglo IV según la cual Verónica (déformación de « Vero Icono« , verdadera imagen) habría enjugado con un lienzo el rostro de Cristo en su ascenso hacia el Gólgota. La faz de Cristo habría quedado impresa en este lienzo. Un Sudario de Santa Verónica (sin duda una obra serbia del siglo XIII) se encuentra en San Pedro en Roma. Este arquetipo está al origen de múltiples copias, desde el panel del Maestro de Santa Verónica que la representa sosteniendo el Santo Sudario (Munich, Alte Pinakothek) hasta la vigorosa Santa Faz de Rouault (1933, Paris, Musée National d´Art Moderne-MNAM).

    El Salvador Aquiropoeta en la pintura de íconos es pues el modelo por excelencia del sentido que tiene en el ortodoxismo la veneración de todos los íconos en general, tal como fue definida en el VII Concilio Ecuménico de Nicea en 787. Es « el testimonio visible de la adjunción del principio humano, creado, al ser divino imperecedero »[11] No se trata de la adoración de la materia  misma de la cual está hecho el ícono, tampoco de la veneración de las planchas, de los colores, o de los pequeños cuadrados de los mosaicos, sino del esfuerzo espiritual « para elevar su atención contemplando la imagen hacia la fuente misma de la imagen – el prototipo invisible […] El ícono se convierte como en el símbolo de este mundo invisible, su sello tangible; el sentido del ícono es ser como la puerta luminosa de los misterios inexpresados, la vía de la ascensión divina. »[12]

    Los iconoclastas consideraban la teología iconográfica como una blasfemia contra la Divinidad y subrayaban el peligro de que ésta se convirtiera en una perversión idólatra. Según esto, la tradición ortodoxa hizo muy bien la distinción entre la veneración, en griego proskynésis  (veneración), y la adoración (latreia) propiamente dicha que no se rinde sino a Dios. El pintor de íconos ruso Leonidas Ouspiensky, en su obra esencial  La  théologie de l’icône dans l’Eglise Orthodoxe (La teología del ícono en la Iglesia ortodoxa) (1960-1980), mostró bien cómo la traducción al latín de estos dos términos, « proskynésis » y « latreia« , por una sola palabra – « adoratio » se debió al desconocimiento por parte de los latinos del lugar teológico del ícono en la espiritualidad cristiana.[13] Otro teólogo ruso, J. Meyendorff, puede afirmar que « la distinción nunca será bien comprendida en Occidente. »[14] En el momento en que el VII Concilio de Nicea prohibe la adoración de los íconos pero instituye, de manera eclesial, su veneración relativa, los teólogos francos de los Libri Carolini, que refutaron los actos del VII Concilio Ecuménico que les habían sido transmitidos en una mala traducción[15], consideran que « las imágenes son el producto de la fantasía de los artistas » y que a este título ellos no podrían tener estatuto teológico. Se podría decir que esta concepción « envenenó en su fuente al arte occidental[16] » y está al origen de la degradación, de la laicización del arte sagrado cuando no se trata de imágenes sagradas sino de obras con temas religiosos. Se puede decir que hubo una inversión de la relación de la imagen con lo sagrado. No es ya más lo sagrado que le da fuerza a la imagen, sino la imaginación individual estética que se sirve de lo sagrado para hacer una imagen.

    Yo quisiera citar una vez más al monje Gregorio para quien « la imagen aquiropoeta de Cristo no solamente es la fuente de las representaciones sagradas sino también la imagen que esparce luz y santifica igualmente las representaciones del arte profano, en primer lugar el arte del retrato. En este sentido, el ícono en su existencia litúrgica eclesial no está separado del arte exterior, sino que se asemeja a una cima nevada que vierte sus arroyos en el valle, llenándolo y vivificándolo todo. »[17]  Y continúa: « Existe todavía otro vínculo íntimo del ícono con la pintura profana. El ícono hace nacer en la pintura foránea a la Iglesia, a veces totalmente terrestre, la sed misteriosa de eclesializarse, de cambiar de naturaleza ; el ícono, en este caso, es la levadura celeste que hace fermentar la masa en la cual esta levadura se encuentra. »[18]

    Cómo no mencionar aquí la filosofía de la belleza y de la creación que encontramos en Nicolas Berdiaev. A pesar de que Berdiaev nunca habla de la pintura de íconos, su meditación sobre el arte es la de un creyente ortodoxo que siente profundamente el sentido teológico de la veneración de las imágenes. Al igual que el ícono, toda obra de arte auténtica es una penetración en el movimiento onto-teológico escatológico. Lo que aparece, lo que es signo epifánico, está ahí para revelar lo que está más allá de la representación. Si bien toda representación artística no es sagrada, es decir inscrita en el movimiento teológico de una tradición hierohistórica – como es el caso del ícono – toda verdadera obra de arte en su tendencia hacia la belleza suprema, participa en el desciframiento de la gloria venidera[19].

    « Lo que el relato comunica a través del oído, la pintura lo muestra silenciosamente (siopôsa) a través de la representación (mimèsis) », dice san Basilio el Grande[20]. Esta frase nos muestra, si fuese necesario, la función esencial, no solamente de toda pintura, sino en particular de la pintura de íconos, que es la expresión, igual en dignidad a la tradición escrita y a la tradición oral, de la vida íntima, litúrgica, de la Iglesia ortodoxa.

    El pintor de íconos no es un copiador de cánones iconográficos dados de una vez por todas, que él repite mecánicamente. Los cánones, es cierto, existen. Ellos definen un cierto número de elementos esenciales que le permiten a cada modelo iconográfico tener trazos distintivos que lo hacen reconocible por todos los creyentes y que le evitan al pintor caer en el realismo efímero o en el sensualismo. Por ejemplo, la realidad histórica, cuando de santos se trata, no será ignorada, sino que se conservará lo que es estrictamente indispensable para el reconocimiento del modelo vivo. La pintura de íconos, arte sagrado por excelencia, lleva un testimonio visible no sólo de la realidad divina sino también de la realidad histórica, desprovista de todo lo que es accesorio o fortuito. Pero « la realidad histórica sola, aun si es muy exacta, no constituye un ícono. En el momento en que la persona representada es portadora de la gracia divina, el ícono debe indicarnos su santidad. De otra manera no tendría sentido[21]« . El ícono es una revelación de la eternidad en el tiempo, es testigo de la gloria divina, luz de los tres soles de la Divinidad.

    De esta manera, la historia descrita en el ícono no adquiere su verdadero sentido sino cuando se transfigura en hierohistoria. Por medio de la humanidad de Cristo, es su divinidad la que se contempla. Retomando a san Simeón el Teólogo, el historiador de la patrística, Vladimir Lossky,  escribió: « El Cristo ‘histórico’, ‘Jesús de Nazaret’, tal como aparecía a los ojos de los testigos foráneos, el Cristo exterior a la Iglesia, siempre es sobrepasado en la plenitud de su revelación, acordada a los verdaderos testigos, a los hijos de la Iglesia iluminados por el Espíritu Santo. El culto de la humanidad de Cristo es extraño a la tradición oriental, en la cual, más bien, esta humanidad deificada está revestida de la misma forma gloriosa con que los discípulos la vieron en el monte Tabor, humanidad de Cristo que hace posible ver su divinidad común con el Padre y el Espíritu. »[22]

    La transformación de toda carne en caro spiritualis es traducida pictóricamente en el ícono por la estilización, por finísimas rayaduras doradas que parecen incendiar todo lo que es material, por la perspectiva inversa. La creación iconográfica de esta presencia de la Luz increada es particularmente sensible en el ícono de la festividad de la Transfiguración en el cual la gloria de la luz divina llena con su efusión la naturaleza entera. Escuchemos cómo un pintor de íconos lo describe: « El reparto de las representaciones en este ícono (nube que cubre con su sombra al Salvador, el movimiento de los rayos que indican las fuerzas de energía divinas, el movimiento del monte Tabor y la caída precipitada de los apóstoles, todo lo que constituye la base del ícono habla de la luz y está determinado por la luz. De luminosidad está llena la nube, gloria del Espíritu Santo que cubrió con su sombra al Señor, y los vestidos del Señor cuya blancura se llena de un fina red de rayos dorados que indican igualmente la irradiación de las fuerzas divinas.

    El reflejo de la luz que se desprende del Señor ilumina las túnicas de Moisés y de Elías, las de los apóstoles que caen en tierra y los salientes del monte Tabor.

    Todo concurre en este ícono a hacer sensible la presencia de esta luz en el monte Tabor de la cual san Gregorio Palamas definió la doctrina ortodoxa. La luz del Tabor es una irradiación increada de la Divinidad misma, una efusión radiante de la gracia de la Santísima Trinidad que santifica e ilumina al mundo. »[23]

    Es así como el ícono nos da visualmente la imagen de la Jerusalén celeste que « no necesita ni de sol ni de luna que la alumbren porque la ilumina la gloria de Dios  » (Ap 21, 23). No hay hogar luminoso de donde emane la luz, no hay sombras proyectadas, porque esta luz traspasa todo el mundo material, brota de todas partes para transfigurarlo. De la misma manera, la perspectiva de la representación está invertida. El ícono no aprehende el espacio según las leyes ópticas según las cuales las dimensiones de los objetos decrecen con la lejanía y las líneas de la perspectiva se cruzan en el horizonte, sino al contrario, es en el espectador de la imagen donde vienen a cruzarse estas líneas; el espectador es el horizonte hacia el cual ellas convergen. Podría decirse que es desde el exterior de la imagen desde donde salen los haces de luz para irradiar al que la contempla. « La perspectiva invertida no es un ‘trompe-l’œil’ (engaño visual Nota del traductor); no fascina al espectador para absorberlo en el juego vano de las apariencias; lo tranquiliza, lo concentra, lo vuelve atento al mensaje del ícono; es como si el hombre estuviera a la entrada de una vía que en vez de perderse en el espacio se abriera sobre un infinito de plenitud. »[24]

    Todo concurre en el ícono, bien sea lo ilógico de la arquitectura o el orden insólito de los elementos figurativos, para hacer salir la representación fuera del mundo sensible y colocar al contemplador que está delante de la imagen en otro orden, aquél al cual nos convida toda enseñanza ascética y mística de la ortodoxia, el de la oración pura y de la pura acogida. Es así como el ícono es una teología silenciosa de la luz de los tres soles de la ortodoxia.

    La función del ícono de acercarnos al misterio, al igual que su función pedagógica, no adquieren plena fuerza sino en el movimiento eclesial externo a la Iglesia, el ícono es considerado, en el mejor de los casos, como un objeto estético de formas repetitivas, hieráticamente fijadas. Luego el ícono no es un objeto sagrado entre otros objetos sagrados. Su carácter sagrado no es iluminado más que por el aliento profético que brota de él. La Luz de los tres soles de la Divinidad que se refleja en él como en un espejo en la medida de su accesibilidad, anticipa la transfiguración última de la humanidad.

    El contenido del ícono en el movimiento eclesial es siempre profético. El ícono participa del esfuerzo litúrgico general para registrar tal o cual acontecimiento, para descifrar, a la luz de la ascesis espiritual, lo que es revelado y que no rinde cuentas de las realidades del cielo más que de manera ínfima, a causa de nuestra imposibilidad de representar totalmente, con una plenitud exhaustiva, lo que ha sido un acontecimiento en la economía eclesial. El profetismo del ícono está estrechamente ligado al profetismo eclesial que tiene su fuente en el acontecimiento de Pentecostés en que la Iglesia se atavió con las vestiduras del Espíritu Santo. En lo sucesivo, toda la Iglesia, todo el cuerpo de Cristo, toda la humanidad, se dirigen polifónicamente hacia la luz de la parusía.

    El ícono, en la transformación que hace de toda carne en sôma pneumatikon, en caro spiritualis, participa en la respiración de la Iglesia movida por el Espíritu Santo. Participa en la ascesis espiritual que se dirige hacia la última Transfiguración. Los íconos no se reproducen mecánicamente; nacen los unos de los otros, inclusive se transforman, pero guardan siempre una característica única, la de ser el espejo que refleja en un hierosimbolismo cada vez con mayor fidelidad, la luz de los tres soles de la Divinidad.



    [1] San Basilio el Grande, De Spirito Sancto,18, 45, Migne, P.G., 32, 149 C

    [2] Monje Gregorio (G.I. Krug), Carnets d’un peintre d’icônes, Lausanne, L’Age d’Homme, 1994, p. 51

    [3] San Juan Damasceno, Pros tous diaballontas tas agias eikonas, Migne P.G. p. 1240 A

    [4] Ibidem, p. 1336 A

    [5] San Teodoro de Stoudion, Trois controverses contre les adversaires des saintes images, in: L’Image incarnée. Trois controverses contre les adversaires des saintes images, précédé de Athanase Jevtitch Défense et illustration des saintes icônes, Lausanne, L’Age d’Homme, 1999, p. 61

    [6] Ver: Nicéforo el Patriarca, Discours contre les iconoclastes, Paris, Klincksieck, 1990 (introducción y traducción de los « Antirrhétiques » par M.-J. Mondzain)

    [7] Monje Gregorio (G.I. Krug), Carnets d’un peintre d’icônes, op.cit. p. 35

    [8] Ibidem, p. 36

    [9]  Monje Gregorio, Ibidem, p. 49

    [10] Ibidem, p. 34

    [11] Monje Gregorio, Carnets d’un peintre d’icônes, op.cit., p. 48

    [12] Ibidem, p. 49

    [13] L. Ouspensky, La  théologie de l’icône dans l’Eglise Orthodoxe, Paris, Cerf, 1982, p.123sq.

    [14] J. Meyendorff,  Le Christ dans la théologie byzantine, Paris, 1969

    [15]  Sobre los Livres Carolins y el Concilio de Francfurt en 794, ver: Egon Sedler S.J., L’icône image de l’invisible, Paris, Desclée de Brouwer, 1981, p. 31sq.

    [16] M. Evdokimov , in L’Art sacré, Paris, 1953, N° 9-10, p. 20

    [17] Monje Gregorio, Carnets d’un peintre d’icônes, op.cit., p. 50

    [18] Ibidem

    [19] Cf. Bodo Zelinsky, « Schönheit und Schöpfertum. Ein Versuch über die Kunstphilosophie Nikolaj Berdiaevs », Zeitschrift für Aesthetik und allgemeine Kunstwissenschaft, Bonn, Band 17/1, 1972; Jean-Claude Marcadé, « La création comme oeuvre du huitième jour chez Nicolas Berdiaev », Axes. Recherches pour un dialogue entre christianisme et religions, tomo VII/4, abril-mayo 1975, p. 11-20

    [20] San Basilio el Grande, Eis tous agious tessarakonta marturas, Migne, P.G., 31, p. 509 A; este texto es « resumido » en: San Basilio, Panégyrique des quarante martyrs, Paris, Lecoffre, 1877, p. 259

    [21] L. Ouspensky, La  théologie de l’icône dans l’Eglise Orthodoxe, op.cit., p. 151-152

    [22] Vladimir Lossky, Essai sur la Théologie mystique de l’Eglise d’Orient, Paris, Aubier, 1944, p. 242

    [23] Monje Gregorio, Carnets d’un peintre d’icônes, op.cit., p. 121-122

    [24] L. Ouspensky, La  théologie de l’icône dans l’Eglise Orthodoxe, op.cit., p. 151-152

     

     

    Qu’est-ce qu’une icône?

     

     

    Le Christ est devenu au cours des vingt siècles de christianisme la pierre d’angle de la représentation du divin ou de réalités spirituelles, voire métaphysiques. Dans les trois derniers siècles du premier millénaire, grâce à la crise violente de l’iconoclasme, l’Eglise a élaboré une théologie de l’image qui justifie la figuration du Dieu-Homme. La tradition iconographique s’appuyant sur un consensus dogmatique ecclésial, qui s’est fixée dans l’Orient orthodoxe et qui s’y perpétue jusqu’à aujourd’hui, a été petit à petit transformée dans l’Occident catholique romain au profit des différents courants et individualités qui se sont manifestés dans les diverses cultures qui le composent, à des époques diverses.

    Après le Concile de Trente les deux traditions de figurations christologiques : l’orientale fondée sur des canons et une technique très stricts, totalement distincte de la peinture « profane » – et l’occidentale où la peinture religieuse, qui n’est pas séparée de la peinture en général, a valeur d’édification.

     

    Peut-on figurer le Dieu-Homme?

     

    La division entre Occident et Orient dans le monde chrétien s’ est établie, pour une part importante, à partir de la question de l’image, en premier lieu de l’image du Fils de Dieu. Issu du judaïsme pour lequel toute image est interdite, parce que susceptible de provoquer l’idolâtrie, mais évoluant dans le monde gréco-romain où il y a une profusion de représentations de dieux et de demi-dieux, le christianisme, jusqu’au Vème siècle, développera de façon diffuse et quelque peu anarchique un art avec des images représentant le Christ, Marie, les saints d’une manière « réaliste » ou symboliste : Croix, Agneau, Cep. Le culte des morts en Egypte, à Rome, en Syrie eurent une grande influence sur la formation de l’iconographie chrétienne de façon générale.

    Jusqu’au concile iconoclaste de Constantinople en 754, convoqué par Constantin V Copronyme, il n’y eut pas de doctrine ecclésiale concernant les images sacrées. On constate que certains fidèles les rejettent, d’autres les acceptent. L’iconographie du Christ s’établit peu à peu. Avant le IVème siècle, ce ne sont que des représentations, pourrait-on dire didactiques, des épisodes de la vie de Jésus, puis, après le Premier Concile Œcuménique deNicée en 325, au fur et à mesure que le christianisme se fait de plus en plus officiel, apparaissent les scènes de la Passion ou encore la figuration du Christ-Roi.

    Les débuts de l’art chrétien que nous connnaissons remontent à la fin du Iième et au début du IIIème siècles. On trouve quelques peintures funéraires dans les diverses catacombes du sous-sol romain, ces cimetières chrétiens qui étaient de vraies cités souterraines (outre Rome, on en trouve à Naples, en Sicile, à Malte, en Tunisie et en Egypte). Les premières représentations pariétales assimilent l’imagerie païenne, suivent les modèles gréco-romains. Avant le milieu du IVème siècle, la plupart des épisodes de la vie du Christ sont des illsutrations de sa vie publique, de ses miracles; il n’y a pas de représentation de la Passion, ni de la Royauté du Christ. De façon générale, les œuvres paléo-chrétiennes ne reflètent pas l’angoisse de la mort ni les drames du monde. Le Christ prend les traits mythiques d’Orphée (qui est descendu aus Enfers comme lui), d’un jeune homme enseignant ou du Bon Pasteur (Catacombes des Saints-Pierre-et-Marcellin, Rome, seconde moitié du IIIème siècle, et de Saint-Callixte, IIIème siècle), selon Ezechiel (XXXIV, 12) / « Comme un pasteur passe en revue son troupeau quand il est au milieu de ses brebis, je passerai en revue mes brebis », repris par St Jean : « Je suis le bon pasteur » (X, 11). Le Bon Pasteur a les traits de l’Hermès grec. On trouve aussi le Christ-Hélios sous les traits de Phébus conduisant un attelage (Grottes vaticanes, Rome, fin du IIIème siècle). On adapta également une iconographique à la fois symbolique et emblématique et non « hiérohistorique » : ainsi le Poisson, l’Agneau, la Colombe, le Cep, sont-ils les emblèmes christologiques par excellence. L’acrostiche du mot grec ichtus [poisson] permet de lire : « Jésus-Christ fils de Dieu, Sauveur ». On retrouve le Poisson-Christ partout : sur les fresques (Chapelle A2 de la catacombe Saint-Callixte, Iième siècle), les sarcophages, les vases, les amulettes. Le poisson se transforme parfois en dauphin, l’animal qui avait sauvé le poète Arion des abîmes. L’Agneau pascal remplace aussi pendant des siècles l’image directe du Dieu-Homme, de la même façon que la colombe qui deviendra par la suite le symbole du Saint-Esprit. A partir du texte de St Jean (XV, 5) : « Je suis le cep, vous êtes les sarments », on put figurer, à la fois comme décor et comme emblème, des motifs issus de la vigne. La croix latine, elle, n’apparaîtra que dans la première moitié du IVème siècle. Ainsi, avant les premières défi!nitions dogmatiques du Christ, l’art chrétien s’en tient à une iconographie sobre dans le trait et la couleur, visant au symbolique et à l’abstrait, en contradiction avec l’esthétique naturaliste dominante à cette époque.

    Le IVème siècle voit le christianisme triompher en 380 comme religion officielle de l’Empire Romain; Constantinople, fondée en 324, devient, à la fin du siècle, lors de la séparation définitive de l’Orient et de l’Occident, la capitale de l’Empire byzantin; les deux premiers Concile œcuméniques, celui de Nicée en 325 et de Constantinople en 381, permettent de fixer la manière de représenter le Christ : il est l’image de Dieu le Père (« Celui qui M’a vu a vu le Père », Jn, XIV, 9); les Pères de l’Eglise, comme Basile de Césarée (St Basile le Grand), Jean Chrysostome, Grégoire de Nazianze, Grégoire de Nysse, développent, précisent, amplifient la doctrine christologique.

    L’art byzantin chrétien a imposé pendant mille années de l’histoire de Byzance, qui se termine avec la prise de Constantinople par les Turcs en 1453, mais continue de se manifester jusqu’à aujourd’hui dans tous les pays où existe encore la culture orthodoxe (Grèce, Russie, Ukraine, Serbie, Roumanie, Arménie, Syrie, Egypte, Ethiopie).

    Au IVème siècle, St Basile le Grand paut affirmer que « l’honneur rendu à l’image se rapporte au prototype » [Hè tès eikonos timè épi ton prototypon diabainei][1] En effet, dans la théologie orthodoxe de l’icône il faut distinguer le Prototype qui est le Divinité dans sa Trinité et les images archétypes qui sont une émanation du Prototype unique. C’est à partir de ces images archétypiques que sont créés les modèles canoniques qui servent de référence pour toutes les représentations apographiques qui se succèdent au cours des siècles.

    Ainsi le Prototype est unique. C’est la lumière des trois soleils de la Sainte Trinité. Cette lumière est indescriptible. Comme le dit, à la suite de la Tradition, un iconographe russe de la seconde moitié du XXème siècle, le Moine Grégoire (Krug) : « Dieu est totalment irreprésentable dans son être, impénétrable dans son essence et inconnaissable. Il est, pourait-on dire, vêtu des ténèbres inexpugnables de l’impénétrabilité. »[2]

    Ce qui est accessible de cette lumière incréée, ce sont les irradiations de la grâce divine dont l’énergie sophianique organise le monde et l’illumine. C ‘est  à cette lumière du monde imaginal, lumière parousique, qu’ont accès, par l’ascèse spirituelle, les saints, ceux qui arrivent à la ressemblance angélique. C’est cette lumière qui a fulguré sur le Mont Thabor et qui, au XIXème siècle, a embrasé St Séraphin de Sarov. C’est d’ elle que la Tradition tient la légitimité de la représentation, représentation accessible à l’homme sous la forme d’images archétypiques hiérosymboliques. Si l’image de la gloire prototypique, première absolue, est impénétrable pour nos yeux et notre entendement de chair, l’Incarnation du Fils de l’Homme a entrouvert le voile qui désepérément couvre la majesté insoutenable du Deus absconditus.

    Les empereurs byzantins se servent des images sacrées, surtout de celle du Christ, pour exprimer et propager des idées religieuses et politiques. L’Eglise, elle, ne se prononça pas de façon universelle. On note, au IVème siècle, des rejets de toute représentation du divin ou du sacré sur les murs des églises (synode local d’Elvire en Espagne, entre 305 et 312; lettre d’Eusèbe à Constantia, sœur de l’empereur Constantin; les textes de St Epiphane de Chypre…). En revanche, le Concile Quinisexte (in Trullo), tenu à Constantinople en 692, affirme dans le canon 82 qu’il faut représenter le Christ, non sous la forme symbolique de l’Agneau, telle qu’elle existait surtout en Occident, mais « selon son aspect humain » « kata ton anthropinon typon« ). Face à l’interdit de l’image divine et sacrée chez les juifs et les musulmans, qui ne cessaient de polémiquer contre l’idolâtrie chrétienne, les Pères du Quinisexte opposent à ce qu’ils considérent comme des religions de la Loi, une religion de la Grâce.

    Le Concile Œcuménique d’Ephèse en 431, comme celui de Chalcédoine en 451, avaient confirmé, contre Nestorius, les partisans d’Arius et les monophysites que le Christ est à la fois vrai Dieu et vrai homme, et la place de Marie comme Mère de Dieu (Théotokos) dans l’économie divine. Ainsi peut-on voir dans l’église Sainte-Marie-Majeure à Rome tout un cycle d’images soulignant la divinité de l’Enfant et l’importance théologique de sa Mère.

    Lorsque l’empereur Léon III fait détruire en 726, sur la Grande Porte de Bronze de son palais l’icône du Christ et la remplace par une Croix avec une épigramme affirmant que « l’empereur ne peut admettre une figure (eïdos) du Christ sans voix et sans souffle » et que les Ecritures s’opposent à toute image du Christ selon sa nature humaine. C’est le début de la guerre contre les icônes qui provoquèrent entre les « vénérateurs des images » (iconodoules) et les « briseurs d’image » (iconoclastes) des querelles et des luttes sanglantes qui durèrent sous le règne de Léon III le Syrien (717-741) et celui de son fils Constantin V Copronyme (741-775). Le premier concile iconoclaste de 754, tenu à Constantinople au palais de Hiéra, déclara hérétique la fabrication et la vénération des icônes en général. En 764, Constantin V Copronyme fit détruire toutes les images des six Conciles Œcuméniques et les remplaça par une représentation des jeux de l’hippodrome et de son cocher préféré!

    Il y eut entre 780 et 815 une pause et un retour aux pratiques iconophiles. C’est alors que put se tenir, à Nicée, le VIIème Concile Œcuménique en 787 qui consacra dogmatiquement le culte des images : « Celui qui se prosterne devant l’icône se prosterne devant l’hypostase de celui qui est inscrit en elle. »

    Mais l’empereur Léon V l’Arménien réunit en 815 un second concile iconoclaste dans la cathédrale Sainte-Sophie, présidé par le patriarche Théodote. Ce n’est qu’en 843 que fut rétabli définitivement dans l’Eglise  « le triomphe de l’orthodoxie », c’est-à-dire de la vénération des icônes.

    Face aux positions iconoclastes qui s’appuyaient sur des interprétations théologiques très subtiles, l’Eglise « orthodoxe » dut, à son tour, élaborer une théologie de l’icône où la représentation du Christ y était justifiée par son Incarnation.

    L’audace de vouloir refléter la gloire divine dans des productions humaines est légitime, comme le dit St Paul dans la Seconde Epître aux Corinthiens (III, 18) : « Nous tous, contemplant à visage découvert, comme à travers un miroir la gloire du Seigneur (tèn doxan Kuriou katoptrizoménoi), nous  métamorphosons la même image (tèn autèn eikona) de gloire en gloire, comme par l’Esprit-Seigneur. » Et plus loin, St Paul précise : « Dieu qui a fait jaillir la lumière des ténèbres, l’a faite jaillir dans nos cœurs pour que nous reflétions (pros photismon) la connaissance (tès gnôséos) de la gloire de Dieu dans la face du Christ » (II Cor., IV, 6). La légitimité d’une gnose sacrée à travers l’iconographie est donc celée dans le mystère de l’Incarnation, dans le Dieu fait homme, principe central de la religion chrétienne.

                  St Jean de Damas, au VIIème siècle, fut le premier grand théologien des images sacrées, qui  a consacré trois traités à la défense de l’image sacrée contre la tentation nihiliste iconoclaste, justifiait ainsi la possibilité de figurer le Dieu-Homme :

    « Lorsque tu verras l’Incorporel devenir homme à travers toi, alors tu feras la figuration (ektupôma) de sa forme humaine; lorsque l’Invisible devient visible par la chair, alors tu représenteras (eikoniseis) la ressemblance de Celui qui est devenu visible […] Lorsque Celui qui existe de toute éternité dans la forme de Dieu, s’est dépouillé en assumant la forme de l’esclave, devenant ainsi limité dans la quantité et la qualité, ayant revêtu la marque (karaktèr) de la chair, alors figure-les sur une planche et expose à la vue de tous Celui Qui a voulu apparaître. Figure Sa naissance de la Vierge, Son baptême dans le Jourdain, Sa transfiguration sur le Mont Thabor […] Peins tout par la parole et par les couleurs. »[3]

    Et ailleurs le Damascène affirme : « En contemplant (théôrountés) la marque charnelle, nous nous représentons (énnooumèn), autant que cela est possible, la gloire divine. »[4]

    La justification théologique de la représentation du divin fut établie par le saint higoumène du monastère du Stoudion, Théodore, et surtout par le patriarche Nicéphore. Pour Théodore Stoudite, le Christ est descriptible dans son hypostase tout en restant indescriptible dans sa divinité: « L’archétype et l’image, comme la réalité et l’ombre ne sont pas identiques […] La Divinité est adorée et glorifiée conjointement avec le corps du Seigneur, en raison de la conjonction des natures, puisqu’elle s’est soumise au contour de la chair[…] Si  […] quelqu’un dit que la Divinité est présente dans l’image, il ne pèche point, puisqu’elle est tout aussi présente dans la forme de la Croix et dans les autres objets consacrés. Elle n’y est pas présente par une union de nature, car ce n’est pas une chair divinisée; elle n’y est présente que par une participation relative, par une participation à la grâce et à l’honneur. »[5]

    Un des arguments originaux de St Nicéphore le Patriarche est de faire de l’icône une matrice où vient reposer l’Indescriptible, de la même façon que Dieu le Fils est descendu dans le sein de la Vierge.[6]

    L’audace qu’est pour l’homme la représentation symbolique dans l’image des réalités divines n’est possible pour le chrétien, nous l’avons dit, que parce que Dieu s’est fait homme. L’homme porte, depuis sa création, l’image et la ressemblance de Dieu, l’icône archétypique donnée par Dieu, icône sans cesse obscurcie par les ténèbres du péché, mais qui est la sourve anamnésique intarisssable qui légitime toute représentation de l’être divin figurativement ou discursivement.  Je citerai encore le Moine Grégoire Krug : « L’image et la ressemblance de Dieu, qui dans la chute même de l’homme, ne peuvent se consumer et doivent se renouveler intarissablement, revivre, se purifier et par l’action de la Grâce et l’ascèse de l’homme, être, d’une certaine manière, peintes inlassablement dans les profondeurs de l’esprit. Par l’ascèse, suprême ressemblance, l’image de Dieu s’inscrit dans le tréfonds de l’homme et cet effort constructif, ininterrompu et inaliénable, est la condition fondamentale de la vie de l’homme, une sorte d’empreinte de l’image du Christ sur les fondements de l’âme. »[7]

    Cette icône archétypique sur laquelle un voile d’obscurité s’était étendu a été pleinement restaurée par l’incarnation du Dieu de Gloire. Ecoutons encore le Moine Grégoire : « Le Christ dans son incarnation apparaît comme le restaurateur de l’image divine dans l’homme et on peut dire qu’il est plus que le restaurateur, il est l’exécution et la réalisation totales et parfaites de l’image de Dieu, l’icône des icônes, la source de toute image sainte, l’image qui n’a pas été faite de main d’homme (acheïropoiète), la Jérusalem vivante. »[8]

    Pour la Tradition orthodoxe, le premier archétype iconique, la première image sacrée, source par excellence et sceau originel des représentations hiérophaniques, est l’icône du Sauveur Acheïropoiète, la Sainte Face qui n’a pas été faite de main d’homme. On connaît la belle histoire, rapportée par la Tradition selon laquelle il s’agit là de l’image imprimée miraculeusement par le Christ sur un linge (le Mandylion), pour en faire don au roi Abgar d’Edesse. L’icône de la Sainte Face Acheïropoiète qui a été imprimée miraculeusement par le Sauveur lui-même sur le Mandylion est ainsi, pour la Tradition orthodoxe, l’angle, la clef, « le sceau originel et la source de toute image »[9]. C’est la lumière du Thabor qui brûle dans l’image sacrée, lumière pré-éternelle qui ne s’éteint jamais, même si l’image sacrée n’est pas à la hauteur de son embrasement. Car, tel le miroir, l’image, production humaine, peut mal refléter ou même déformer, mais sa lumière qui se reflète n’en est pas ternie pour autant. Le Moine Grégoire dit à ce sujet : Quand les forces se tarissent dans la création des icônes, faute de piété, et que les icônes semblent perdre la gloire de leur dignité céleste, là aussi cette lumière ne se tarit pas, continue à vivre, est prête à apparaître à nouveau dans toute sa force et à emplir tout du triomphe de la Transfiguration du Thabor.

    Il semble que nous aussi nous nous trouvons à présent au seuil de cette lumière et bien qu’il soit nuit, le matin approche. »[10]

     L’icône de la Sainte Face Acheïropoiète fut emmurée pour la soustraire à la destrucction des païens. Cet archétype est attesté dans la ville d’Edesse à partir de la fin du Vième siècle jusqu’en 944, date où elle fut apportée triomphalement à Constantinople après avoir été achetée par les empereurs Constantin Porphyrogénète et Romain Ier. Après le sac de Constantinople en 1204, on perd sa trace.

    Les copies de la  Sainte Face se sont multipliées. Parmi elles on pourrait peut-être compter l’image imprimée sur le Saint-Suaire de Turin. Les plus anciens exemplaires sont Le Sauveur Acheïropoiète de l’Ecole de Novgorod (XIIème siècle) et celui  de Rostov-Souzdal (XIIIème siècle) de la Galerie nationale Trétiakov à Moscou, ou encore la  Sainte Face de la cathédrale de Laon (XIIème-XIIIème siècle). Au XXème siècle, le Mandylion à la Sainte Face du moine Grégoire Krug (1969, Ermitage du Saint-Esprit, Le Mesnil-Saint-Denis) témoigne de façon éclatante de la permanence du sujet.

    Parallèlement, dans l’Eglise d’Occident, se développe le thème du Voile de Véronique, sur la base d’une tradition remontant au IVème siècle selon laquelle Véronique (déformation de « Vera Icona« ) aurait essuyé avec un linge le visage du Christ marchant vers le Golgotha. La face du Christ serait restée imprimée sur ce linge. Un Suaire de Sainte Véronique (sans doute une œuvre serbe du XIIIème siècle) se trouve à Saint-Pierre de Rome. Cet archétype est à l’origine de multiples copies, depuis le panneau du Maître de la Sainte Véronique qui représente cette dernière tenant le Suaire (Munich, Alte Pinakothek) jusqu’ à la vigoureuse Sainte Face de Rouault (1933, Paris, MNAM).

    Le Sauveur Acheïropoiète dans la peinture d’icônes est donc le modèle par excellence du sens qu’ a dans l’ Orthodoxie la vénération de toutes les icônes en général, comme cela fut défini au VIIème Concile Œcuménique de Nicée en 787. Il est « le témoignage visible de l’adjonction du principe humain créé à l’être divin impérissable »[11] Il ne s’agit pas de l’adoration de la matière même dont est faite l’icône, non pas de la vénération des planches, des couleurs ou des petits carrés de mosaïque, mais de l’effort spirituel « pour élever son attention en contemplant l’image vers la source même de l’image – le prototype invisible […] L’icône devient comme le symbole de ce monde invisible, son sceau tangible; le sens de l’icône est d’être comme la porte lumineuse des mystères inexprimés, la voie de l’ascension divine. »[12]

    Les iconoclastes voyaient un blasphème contre la divinité dans la théologie iconographique dont ils soulignaient le danger d’une perversion idolâtre. Or la Tradition orthodoxe a bien fait la distinction entre la vénération , en grec proskynésis  (vénération), et l’adoration (latreia) proprement dite qui ne revient qu’à Dieu. Le  peintre d’icônes russe Léonide Ouspiensky, dans son ouvrage essentiel  La  théologie de l’icône dans l’Eglise Orthodoxe (1960-1980), a bien montré comment la traduction de ce deux termes « proskynésis » et « latreia » en latin par un seul mot – « adoratio » a été la méconnaissance par les Latins de la place théologique de l’icône dans la spiritualité chrétienne.[13] Un autre théologien russe, J. Meyendorff, peut affirmer que « la distinction ne sera jamais bien comprise en Occident. »[14] Alors que le VIIème Concile de Nicée interdit bien l’adoration des icônes mais institue, de façon ecclésiale, leur vénération relative, les théologiens francs des Libri Carolini, qui réfutèrent les actes du VIIème Concile Œcuménique qui leur avaient été transmis dans une mauvaise traduction[15], conçoivent que « les images sont le produit de la fantaisie des artistes » et qu’à ce titre elles ne sauraient avoir de statut théologique. On peut dire que cette conception « a empoisonné dans sa source l’art occidental[16]« , et est à l’origine de la dégradation, de la laïcisation de l’art sacré, quand l’on n’a pas affaire à des images sacrées, mais à des œuvres à thème religieux. On peut dire qu’il y a eu inversion du rapport de l’image au sacré. Ce n’est plus le sacré qui donne sa force à l’image, c’est l’imagination individuelle esthétique qui se sert du sacré pour faire une image.

    Je voudrais encore une fois citer le Moine Grégoire pour qui « l’image acheïropoiète du Christ est non seulement la source des représentations sacrées mais aussi l’image qui répand la lumière et sanctifie également les représentations de l’art profane, en premier lieu l’art du portrait. En ce sens, l’icône dans son existence liturgique ecclésiale n’est pas séparée de l’art extérieur, mais est semblable à un sommet neigeux  qui déverse ses ruisseaux dans la vallée, la remplissant et communiquant la vie à tout »[17] . Et il poursuit : « Il y a encore un autre lien intime de l’icône avec la peinture profane. L’icône fait naître dans la peinture étrangère à l’Eglise, parfois totalement terrestre, la soif mystérieuse de s’ecclésialiser, de changer de nature; l’icône, dans ce cas, est le levain céleste qui fait fermenter la pâte dans laquelle ce levain s’est trouvé. »[18]

    Comment ne pas mentionner ici la philosophie de la Beauté et de la création que nous trouvons chez Nicolas Berdiaev. Bien que Berdiaev ne parle jamais de la peinture d’icônes, sa méditation sur l’art est bien celle d’un croyant orthodoxe ressentant profondément le sens théologique de la vénération des images. De même que l’icône, toute œuvre d’art authentique est une percée dans le mouvement onto-théologique eschatologique. Ce qui apparaît, ce qui est signe épiphanique est là pour révéler ce qui est au-delà de la représentation. Si toute représentation artistique n’est pas sacrée, c’est-à-dire inscrite dans le mouvement théologique d’une tradition hiérohistorique – comme c’est le cas pour l’icône – toute vraie oeuvre d’art dans sa tension vers la Beauté suprême participe à la décryptation de la gloire à venir[19].

    « Ce que le récit communique à travers l’ouïe, la peinture le montre silencieusement (siopôsa) à travers la représentation (mimèsis) », dit St Basile le Grand[20]. Cette phrase nous montre, s’il en était besoin, la fonction essentielle, non seulement de toute peinture, mais en particulier de la peinture d’icônes, qui est l’expression, égale en dignité à la Tradition écrite et à la Tradition orale, de la vie intime, liturgique, de l’Eglise Orthodoxe.

    Le peintre d’icônes n’est pas un copieur de canons iconographiques donnés une fois pour toutes, qu’il répète mécaniquement. Les canons, certes, existent. Ils définissent un certain nombre d’éléments essentiels qui permettent à chaque modèle iconographique d’avoir des traits distinctifs qui le feront reconnaître de tous les croyants et qui éviteront au peintre de tomber dans le réalisme éphémère ou le sensualisme. La réalité historique, quand il s’agit de saints, par exemple, ne sera pas ignorée, mais on n’en retiendra que ce qui est strictement indispensable à la reconnaissance du modèle vivant. La peinture d’icônes, art sacré par excellence, porte un témoignage visible non seulement de la réalité divine, mais aussi de la réalité historique qu’elle débarrasse de tout ce qui est accessoire et fortuit. Mais « la réalité historique seule, même très exacte, ne constitue pas une icône. Du moment que la personne représentée est porteuse de la grâce divine, l’icône doit nous indiquer sa sainteté. Autrement, elle n’aurait pas de sens[21]« . L’icône est une révélation de l’éternité dans le temps, elle témoigne de la gloire divine , lumière des trois soleils de la divinité.

    Ainsi, l’histoire dans l’icône  ne prend son sens que transfigurée en hiérohistoire. A travers l’humanité du Christ, c’est sa Divinité qui est contemplée. Reprenant St Siméon le Théologien,  l’historien de la  patristique , Vladimir Lossky,  écrit : « Le Christ ‘historique’, ‘Jésus de Nazareth’, tel qu’il apparaissait aux yeux des témoins étrangers, le Christ extérieur à l’Eglise, est toujours dépassé dans la plénitude de la révélation accordée aux vrais témoins, aux fils de l’Eglise éclairés par le Saint Esprit. Le culte de l’humanité du Christ est étranger à la tradition orientale, ou, plutôt, cette humanité déifiée revêt ici la même forme glorieuse dans laquelle les disciples l’ont vue sur le Mont Thabor, humanité du Christ qui rend visible la Divinité commune avec le Père et l’Esprit. »[22]

    La transformation de toute chair en caro spiritualis est traduite picturalement dans l’icône par la stylisation, par de fines hachures dorées qui embrasent tout ce qui est matériel, par la perspective inversée. La création iconographique de cette présence de la Lumière incréée est particuliérement sensible dans l’icône de la fête de la Transfiguration où la gloire de la lumière divine emplit de son effusion la nature tout entière. Ecoutons un peintre d’icônes la décrire : « La répartition des représentations sur cette icône (nuée qui couvre de son ombre le Sauveur, le mouvement des rayons qui indiquent les forces-énergies divines, le mouvement du Mont Thabor et la chute précipitée des apôtres, tout ce qui constitue la base de l’icône parle de la lumière, et est déterminé par la lumière. De lumière est emplie la nuée, gloire de l’Esprit Saint qui a couvert de son ombre le Seigneur et l’habit du Seigneur dont la blancheur est emplie d’un fin réseau de rayons d’or qui indiquent également l’irradiation des forces divines.

    Le reflet de la lumière qui se répand du Seigneur illumine les tuniques de Moïse et d’Elie, celles des apôtres qui sont jeté à terre et les saillies des degrés du Mont Thabor.

    Tout concourt dans cette icône à rendre sensible la présence de cette lumière du Mont Thabor dont St Grégoire Palamas a défini la doctrine orthodoxe. La lumière du Thabor est une irradiation incréée de la Divinité elle-même, une effusion rayonnante de la grâce de la Sainte Trinité qui sanctifie et illumine le monde. »[23]

    Ainsi, l’icône nous donne visuellement l’image de la Jérusalem céleste qui « n’a besoin ni de soleil, ni de la lune, car c’est la gloire de Dieu qui l’éclaire » (Apoc. XXI, 23). Il n’y a pas de foyer lumineux d’où part la lumière, il n’y a pas d’ombres projetées, car cette lumière transperce tout le monde matériel, jaillit de partout pour le transfigurer. De la même façon, la perspective de la représentation est inversée. L’icône n’appréhende pas l’espace selon les lois optiques d’après lesquelles les dimensions des objets décroissent avec l’éloignement et les lignes de la perspective se croisent à l’horizon, mais, au contraire, c’est dans le spectateur de l’image que viennent se croiser ces lignes; c’est le spectateur qui est l’horizon vers lequel elles convergent. C’est, pourrait-on dire de l’extérieur de l’image que partent les faisceaux de lumière pour irradier celui qui la contemple. « La perspective renversée n’est pas un ‘trompe-l’œil’; elle ne fascine pas le spectateur pour l’absorber dans le jeu vain des apparences, elle l’apaise, le concentre, le rend attentif au message de l’icône, c’est comme si l’homme se tenait à l’entrée d’une voie qui, au lieu de se perdre dans l’espace, s’ouvre sur un infini de plénitude. »[24]

    Tout concourt dans l’icône, que ce soit l’alogisme de l’architecture ou l’ordre insolite des éléments figuratifs, à faire sortir la représentation hors du monde sensible pour placer le contemplateur qui est devant l’image dans un autre ordre, celui auquel nous convie tout l’enseignement ascétique et mystique de l’orthodoxie, celui de la prière pure et du pur accueil. L’icône est ainsi une théologie silencieuse de lumière des trois soleils de l’orthodoxie.

    La fonction mystérique de l’icône, de même que sa fonction pédagogique, ne prennent toute leur force que dans le mouvement ecclésial. En dehors de l’Eglise, l’icône est considérée, dans le meilleur des cas, comme un objet esthétique aux formes répétitives, hiératiquement figées. Or l’icône n’est pas un objet sacré parmi les autres objets sacrés. Son caractère sacré n’est éclairé que par le souffle prophétique qui jaillit d’elle. La lumière des trois soleils de la Divinité qui se reflète en elle, comme dans un miroir, dans la mesure de son accessibilité, anticipe la Transfiguration ultime de l’humanité.

    Le contenu de l’icône dans le mouvement ecclésial est toujours prophétique. L’icône participe à l’effort liturgique général pour graver tel ou tel événement, pour décrypter, à la lumière de l’ascèse spirituelle, ce qui est révélé et qui ne rend compte des réalités du ciel que de façon infime, à cause de notre impossibilité de représenter totalement, avec une plénitude exhaustive, ce qui a été un événement dans l’économie ecclésiale. Le prophétisme de l’icône est lié étroitement au prophétisme ecclésial qui a sa source dans l’événement de la Pentecôte où l’Eglise s’est revêtue des habits de l’Esprit Saint. Désormais, toute l’Eglise, tout le corps du Christ, toute l’humanité, sont tendus polyphoniquement vers la lumière parousique.

    L’icône, dans sa transformation de toute chair en sôma pneumatikon, en caro spiritualis, participe à la respiration de l’Eglise mue par l’Esprit Saint. Elle participe à l’ascèse spirituelle qui se dirige vers l’ultime Transfiguration. Les icônes ne se reproduisent pas mécaniquement, elles naissent les unes des autres, elles se transforment même, mais elles gardent toujours quelque chose d’unique, celle d’être le miroir, reflétant dans un hiérosymbolisme de plus en plus fidèle, la lumière des trois soleils de la Divinité.

     

    Jean-Claude Marcadé

    novembre 2002



    [1] St Basile le Grand, De Spirito Sancto,18, 45, Migne, P.G., 32, 149 C

    [2] Moine Grégoire (G.I. Krug), Carnets d’un peintre d’icônes, Lausanne, L’Age d’Homme, 1994, p. 51

    [3] St Jean Damascène, Pros tous diaballontas tas agias eikonas, Migne P.G. p. 1240 A

    [4] Ibidem, p. 1336 A

    [5] Saint Théodore du Stoudion, Trois controverses contre les adveraires des saintes images, in : L’Image incarnée. Trois controverses contre les adversaires des saintes images, précédé de Athanase Jevtitch Défense et illustration des saintes icônes, Lausanne, L’Age d’Homme, 1999, p. 61

    [6] Voir : Nicéphore le patriarche, Discours contre les iconoclastes, Paris, Klincksieck, 1990 (introduction et traduction des « Antirrhétiques » par M.-J. Mondzain)

    [7] Moine Grégoire (G.I. Krug), Carnets d’un peintre d’icônes, op.cit. p. 35

    [8] Ibidem, p. 36

    [9]  Moine Grégoire, Ibidem, p. 49

    [10] Ibidem, p. 34

    [11] Moine Grégoire, Carnets d’un peintre d’icônes, op.cit., p. 48

    [12] Ibidem, p. 49

    [13] L. Ouspensky, La  théologie de l’icône dans l’Eglise Orthodoxe, Paris, Cerf, 1982, p.123sq.

    [14] J. Meyendorff,  Le Christ dans la théologie byzantine, Paris, 1969

    [15]  Sur les Livres Carolins et le Concile de Francfort en 794, voir : Egon Sedler S.J., L’icône image de l’invisible, Paris, Desclée de Brouwer, 1981, p. 31sq.

    [16] M. Evdokimov , in L’Art sacré, Paris, 1953, N° 9-10, p. 20

    [17] Moine Grégoire, Carnets d’un peintre d’icônes, op.cit., p. 50

    [18] Ibidem

    [19] Cf. Bodo Zelinsky, « Schönheit und Schöpfertum. Ein Versuch über die Kunstphilosophie Nikolaj Berdiaevs », Zeitschrift für Aesthetik und allgemeine Kunstwissenschaft, Bonn, Band 17/1, 1972; Jean-Claude Marcadé, « La création comme oeuvre du huitième jour chez Nicolas Berdiaev », Axes. Recherches pour un dialogue entre christianisme et religions, tome VII/4, avril-mai 1975, p. 11-20

    [20] St Basile le Grand, Eis tous agious tessarakonta marturas, Migne, P.G., 31, p. 509 A; ce texte est « résumé » dans : Saint Basile, Panégyrique des quarante martyrs, Paris, Lecoffre, 1877, p. 259

    [21] L. Ouspensky, La  théologie de l’icône dans l’Eglise Orthodoxe, op.cit., p. 151-152

    [22] Vladimir Lossky, Essai sur la Théologie mystique de l’Eglise d’Orient, Paris, Aubier, 1944, p. 242

    [23] Moine Grégoire, Carnets d’un peintre d’icônes, op.cit., p. 121-122

    [24] L. Ouspensky, La  théologie de l’icône dans l’Eglise Orthodoxe, op.cit., p. 151-152

  • Les grosses Berthas du « Monde » (suite)

    Cà y est : les ordres ont été donnés. Par qui? Cela est aussi mystérieux que les ordres prétendument (mais quelquefois réellement!) donnés par le FSB…En tout cas, chaque fois que s’approche  un travail en commun de la communauté internationale ou européenne avec Poutine, le bataillon des activistes se répand dans tous les media, « Le Monde »,  en première ligne. Puisqu’il est réputé être un « journal de référence », on s’attendrait, non pas qu’il soit un thuriféraire de la Russie d’aujourd’hui, mais au moins qu’il la traite de la même manière, disons que les Etats-Unis, en informant tout d’abord, en commentant ensuite et en critiquant s’il le faut, en donnant la parole à des personnalités diverses, pro et contra… Il faut dire que pour les Etats-Unis, c’est plutôt massivement pro, avec de timides informations sur Occupy Wall Street, le traitement des  grévistes de la faim de Guantanamo, le traitement du soldat Manning ou l’activité militante de Julian Assange (qui mène une vie « mondaine », séquestré à l’ambassade londonienne d’Equateur – selon le journal de référence), ou maintenant  Snowden. Pour la Russie, ce n’est que contra – tous les événements, négatifs ou positifs, sont traités à charge, donnant au lecteur un aperçu sur la Russie d’aujourd’hui comme un Etat « politico-militaire » (ce sont les termes régulièrement utilisés). Drôle d’Etat politico-militaire où la presse et internet sont libres : il suffit de lire des journaux virulents comme « Niézavissimaya gaziéta » ou « Viédomosti », des journaux critiques à la manière de notre « Libération », comme « Kommersant », des journaux mi-critiques mi-consensuels comme « Argoumienty i fakty » ou le tabloïd « Moskovski komsomoliets », des sites internet comme « gazeta.ru », « novaya gazeta », sans parler de tous les blogs d’opposants, en particulier, celui de Navalny dont les éructations et les insultes ad hominem remplacent tout programme politique – il est vrai qu’à présent que Navalny veut se présenter à la mairie de Moscou, il a fait disparaître son lexique outrageux, et comme il n’a pas de programme, vont lui venir en aide Gouriev et Prokhorov.

     Mandras a quitté, semble-t-il, ses postures hystérisantes  anti-russes de jadis, mais elle n’en pense pas moins… Est-elle toujours au CNRS, comme cela était annoncé naguère, ce qui m’avait fait dire : »pauvre CNRS! »? En tout cas, un scientifique se méfie du pathos et est plutôt du côté du logos, c’est à dire d’une approche froide et rationnelle des faits. Or que fait Mandras? Elle nous reparle de « fraudes », sans qu’on ne nous ait donné jamais une définition de ce mot dans la réalité des élections russes. S’il y a eu des fraudes avérées quelque part, c’est-à-dire faites volontairement pour truquer les élections, on déclare que la fraude est la règle générale de toute l’élection. S’il y a eu des cas avérés de bourrage d’urne quelque part, l’activiste décide que le bourrage d’urne a lieu partout. Si dans telle république (du Caucase), le parti du président ou le président obtiennent 99 et quelques pour cent des voix, comme à l’époque soviétique, les journalistes activistes clament que cela est significatif pour tout la Russie, omettant volontairement que, par exemple, dans la région de Vologda, ce parti et ce président n’ont obtenu que 35 pour cent des voix. Si un Gouriev vient s’installer en France par peur de représailles, les journalistes activistes clament qu’il y a dans tout  le continent russe une persécution générale de l’élite, sans doute opérée par « l’élite politico-militaire » dont se gargarise Jégo. S’il y a une agression contre le chef du ballet du Bolchoï, les activistes s’empressent de claironner que c’est ainsi dans toute la Fédération Russe…

    Et tout à l’avenant!

  • LES FAUX KANDINSKY, MALÉVITCH, GONTCHAROVA, LARIONOV, JAWLENSKY EN ALLEMAGNE, SUISSE ET ISRAËL

    INTERNATIONALER KUNSTFÄLSCHERRING Millionen für

    falsche Kandinsky-Gemälde

    Ein echter Kandinsky, dessen Wert auf über 20 Millionen Euro geschätzt wird. Ein gerade festgenommener Kunstfälscherring hat auch mit falschen Kandinskys hübsche Sümmchen verdient.

    Ein echter Kandinsky, dessen Wert auf über 20 Millionen Euro geschätzt wird. Ein gerade festgenommener Kunstfälscherring hat auch mit falschen Kandinskys hübsche Sümmchen verdient.
    Foto: REUTERS

    Sie sollen mit über 400 gefälschten Gemälden Millionen gemacht haben: Mitglieder eines internationalen Kunstfälscherrings, den das Bundeskriminalamt nun ausgehoben hat. Kopiert wurden unter anderem Werke des Malers Wassily Kandinsky.

    Eine internationale Kunstfälscherbande ist bei Razzien in Deutschland, der Schweiz und Israel zerschlagen worden. Die sechs Verdächtigen sollen mehr als 400 wertvolle Gemälde im Stil der Russischen Avantgarde gefälscht und für viele Millionen Euro verkauft haben. Die Hauptbeschuldigten, ein Deutsch-Tunesier und ein Israeli, wurden in Wiesbaden festgenommen und in U-Haft genommen, wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Donnerstag berichtete.

    Die Ermittler stellten bei Durchsuchungen in sechs Bundesländern am Mittwoch und Donnerstag mehr als 1000 gefälschte Gemälde, Verkaufsunterlagen und Provenienzen sowie Schmuck- und Wertgegenstände sicher. Die rund 100 Beamten des BKA und der Polizei durchkämmten insgesamt 28 Wohnungen, Geschäftsräume, Lager und Kunstgalerien in Wiesbaden, Mainz, Stuttgart, München, Hamburg und Köln.

    Vorliebe für die russische Avantgarde

    Die beiden mutmaßlichen Köpfe der Bande (41 und 67 Jahre alt) waren mit Haftbefehlen gesucht und in ihren Wiesbadener Wohnungen festgenommen worden. Die anderen mutmaßlichen Täter stammen aus Russland und Israel. Ergebnisse der Durchsuchungen in der Schweiz und Israel lagen zunächst noch nicht vor.

    Die Bande soll den Stil der Russischen Avantgarde nachgeahmt und so Gemälde von Künstlern wie Wassily Kandinsky, Natalia Goncharova, Kazimir Malevich, Alexej von Jawlensky und Mikhail Larionov gefälscht haben. Die Werke statteten sie mit Echtheitszertifikaten aus, um den Eindruck zu erwecken, es handle sich um bisher unbekannte Gemälde der Künstlergruppe. Die Fälschungen wurden in Deutschland sowie im Ausland verkauft und ausgestellt. Den überwiegenden Teil kauften oder ersteigerten private Sammler.

    « Wichtiger Schlag gegen Fälscherszene »

    Mehr als 400 gefälschte Bilder wurden den Ermittlungen zufolge insgesamt seit 2005 für vier- bis siebenstellige Eurobeträge verkauft. Die beiden Hauptverdächtigen sollen allein in den vergangenen zwei Jahren Fälschungen für mehr als zwei Millionen Euro an Kunden in Deutschland und Spanien verkauft haben.

    „Uns ist mit diesen Ermittlungen ein wichtiger Schlag gegen die international agierende Fälscherszene gelungen“, sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke. Er lobte die staatenübergreifende Kooperation der Strafverfolger und die enge Abstimmung mit der Schweiz und Israel. Von dort waren laut Staatsanwaltschaft wichtige Hinweise auf die Betrüger gekommen. (dpa)

  • Un témoignage non politiquement correct sur la slavophobie

    Merci, cher Jean-Claude, pour ces exemples de la partialité du Monde….à propos de slavophobie,  le livre de Pierre Péan sur le Kossovo qui vient de paraître chez Fayard et qui met en cause  » la communauté internationale » a été accueilli par un silence assourdissant, ce qui montre bien la tendance de nos media.. les ignominies qu’il dévoile chez les Kossovars, le trafic d’organes, les assassinats, etc. ont été systématiquement protégées par les dirigeants occidentaux et ont eu lieu avec la complicité de […] Kouchner….Si la plus infime partie de ces crimes avait été imputée aux Russes ou aux Serbes, les media feraient chorus…mais ce livre qui dit la vérité sur le conflit yougoslave avec preuves et témoignages à l’appui, est boycotté par les media, y compris le Canard enchaîné, le Monde diplomatique, etc. parce qu’il s’inscrit courageusement à contre-courant du  » politiquement correct »…
    PS Je vais essayer de retrouver le portrait de Hacim Traci publié dans le Monde où on présente ce gangster comme le héros de la résistance anti-serbe…qui a organisé en 1999 un tradic d’organes sur des prisonniers serbes mais aussi des jeunes filles albanaises, les témoignages des médecins contraints de faire ces opérations ( c’est- dire de dépecer ces malheureux et malheureuses) font froid dans le dos…Certains médecins ont accepté en pensant que ces organes étaient destinés à des généraux albanais..donc pour le bien de la cause.Mais ont été dégoûtés quand ils ont découvert que c’était tout simplement du  » bizness »…

     

    Ce message d’un grand spécialiste du monde slave, vivant à Moscou une grande partie de l’année, donne un autre son de cloche que celui qui nous est infligé journalièrement par la presse qui voit la paille chez ses adversaires favoris et ne voit pas la poutre  dans son oeil.

    A propos de Hacim Traci, déjà Albright était tombée dans les bras du terroriste Traci.
    La scène d’embrassade s’est renouvelée avec la peu efficace Catherine Ashton… Comme quoi…