Супрематизм Малевича или искусство как реализация жизни.
Утопия или предвидение будущего ?
Süddeutsche Zeitung Nr. 136, Samstag, 15. Juni 2013 FEUILLETON 13 |
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VON CATRIN LORCH
Russisches RouletteMuseen und Kunsthistoriker kapitulieren vor der Flut von gefälschten Bildern der sowjetischen Avantgarde. Beobachtungen auf einem sehr gefährlichen MarktEs ist ein Coup, den das Bundeskriminalamt am Donnerstag der Presse melden konnte: Man habe einen Ring zerschlagen, der Kunstwerke der so- wjetischen Avantgarde gefälscht habe, darunter Werke von Natalia Goncharova, Kasimir Malewitsch, Wassily Kandinsky und Michail Larionov (SZ vom 14.6.). „Nach der- zeitigem Ermittlungsstand haben die Beschuldigten seit 2005 insgesamt über 400 mutmaßlich gefälschte Kunstgemälde für vier- bis siebenstellige Eurobeträge verkauft“, heißt es in der Pressemitteilung. Mehr als hundert Beamte des Bundeskriminalamts durchsuchten 28 Wohnungen, Geschäftsräume, Lager und Kunstgalerien unter anderem in München, Wiesbaden und Köln. Zwei Männer wurden festgenommen, sie gelten als Kopf einer international agierenden Bande von sechs Kunstfälschern und sollen allein in Spanien und Deutschland Fälschungen für mehr als zwei Millionen Euro verkauft haben. Nach dem Fall des vor zwei Jahren verurteilten Wolfgang Beltracchi ist dies erneut ein Beleg, in welchem Ausmaß Kunst gefälscht und gehandelt wird. Doch warum ermitteln jetzt Kriminalbeamte verdeckt, erbitten Amtshilfe in Israel und der Schweiz? Warum der Aufwand? Wer sie- benstellige Beträge übrig hat, um sie in zweifelhafte Kunst zu investieren, kann nicht unbedingt auf Mitleid rechnen. Doch richten die in die Kunst eingeschleusten Bilder mehr an, als dass ein paar Betrogene die Keilrahmen diskret in den Keller schaffen müssen. Und nicht nur gierige Sammler, die glauben, günstig das ergattern zu können, was auf Auktionen für zweistellige Millionensummen gehandelt wird, haben den Schaden. Wo es um die sowjetische Avantgarde geht, zerstört kriminelle Energie eines der schönsten und wichtigsten Kapitel der jüngeren Kunstgeschichte. Denn vor der Flut der Fälschungen kapitulieren Wissenschaftler, Museumsdirektoren und Kuratoren. Warum ermitteln Kriminalbeamte verdeckt, erbitten Amtshilfein Israel und der Schweiz?Wer in diesem Feld recherchiert, hört viele Geschichten, allerdings will kaum jemand zitiert werden. Der Museumsmann, der seine Vorbehalte gegenüber einer Sammlung äußert, hat wenige Stunden nach dem Gespräch eine Unterlassungsklage auf dem Tisch liegen. Sein Kollege, der als Wissenschaftler lange als internationale Instanz galt, hat sich aus seinem Fachgebiet zurückgezogen – es gebe einfach zu viele Fälschungen. Wieder ein Kollege erzählt von Unfällen, denen Kunsthistoriker erliegen, die Fälschern in den Weg geraten. Dass es viele, konkurrierende Fälscherringe gebe, erklärt ein Sammler, der die Szene kennt, auch weil er lange in Moskau lebte. Auch er will nicht zitiert werden. Wer also diesen grauen Markt beschreiben will, das Umfeld, in dem wenig abgesicherte Kunst gehandelt wird, folgt gerne einer Einladung in ein Zollfreilager bei Zürich, wo sich während der Art Basel ein paar Interessierte eine Kollektion zeigen lassen. Der in Frankfurt lebende Sammler Michael Kroll sagt, die Gemälde aus dem kleinen Holzverschlag, die jetzt entlang der Wände auf dem Boden aufgereiht sind, habe er überwiegend von seinem Vater geerbt. Fast schüchtern hebt er eins nach dem anderen auf, präsentiert sie von vorne und von der Rückseite, wo viele signiert sind, auf anderen stehen noch Zahlen – die alten Preise – oder die Markierung einer Ausstellung. Gontscharowa, Malewitsch, El Lissitzky, ein zusammengefalteter Wandteppich von Lyubov Popova, Leinwände von Iwan Puni, Alexandra Exter, Rodtschenko. Vor Kroll stehen ein Kunstfreund aus Paris, der ihm erst gestern auf der Art Basel vorgestellt wurde, der ehemalige Duisburger Museumsdirektor Raimund Stecker, eine Kunstvermittlerin, bald treffen noch ein paar Gäste aus der Schweiz ein. Sie alle sind skeptisch – andererseits: Die Bilder sehen phantastisch aus, sind gut erhalten, wo die Rückseiten etwas schief in den Rahmen sitzen, wirkt die Kunst nur umso authentischer. Sie alle möchten ja glauben, was ihnen erzählt wird. Dass die Gemälde schon vor dem Zweiten Weltkrieg mit dem polnischen Vater nach Israel ausreisten, dass hier ein ungehobener Schatz liegt. Auch weil ihnen vorsichtig angezeigt wird, dass dieser jetzt zwar in eine Stiftung eingebracht wird, es aber, vor allem zur Finanzierung von wissenschaftlichen Untersuchun- gen, durchaus geschehen könne, dass das eine oder andere Werk demnächst doch verkauft werden muss. Was für einen Sammler bedeutet: Man kann hier, jen- seits der ausgeleuchteten Auktionssäle, vielleicht günstig etwas haben. Vermeintliche Expertisen sind Hinweise zur Lagerung oder zum ErhaltungszustandKnapp einhundert Bilder stehen bereit, mehrere Leinwände von Alexandra Exter, ein noch nie ausgestelltes Selbstbildnis von Rozaleva als Herzdame, El Lissitzkys Abstraktionen auf Holz und Leinwand, ein figurativer Malewitsch. „Natürlich wäre die Sammlung eine Sensation, wenn sie echt ist“, sagt Reinhard Spieler, Direktor des Wilhelm-Hack-Museums in Ludwigshafen, bei dem sich der Sammler vor einigen Jahren mit einem Ausstellungsprojekt vorgestellt habe. Doch er hatte seine Zweifel, angefangen bei der „unseriösen Visitenkarte“. Dass niemand die Sammlung kannte, sei zudem „ungewöhnlich“. Schließlich wurde die Kollektion dann zum Jahreswechsel unter dem Titel „Revolution in der Kunst. Russische Avantgarde um 1920“ im Museum Moderner Kunst Wöhrlen in Passau vorgestellt. Doch die Schau schlug keine Wellen – auch die inter- nationale Kritik ist vorsichtig geworden, wo Spektakuläres aus anonymen Sammlungen ausgestellt wird. Jetzt erinnert nur noch eine Broschüre und die Website an die Association Alexandra Exter, deren Vorsitzender Andrei Kakov seine Vorbehalte gegen die Schau formuliert. Der in Paris lebende Kunsthistoriker ist international geschätzter Experte für Revolutionskunst und wird als Autor häufig um wissenschaftliche Katalogbeiträge gebeten, weswegen er behaupten kann, die Akteure der Szene seit Jahren zu verfolgen. „Es geht ja inzwischen nicht mehr um Einzeltäter sondern um Fälscherringe, die ganze Lastwagenladungen gefälschter Bilder vermarkten. Es ist eine Industrie geworden wie falsche Louis-Vuitton-Handtaschen in China.“ Und auch wenn man eigentlich nicht nach Fotos urteilen sollte, die gesamte Ausstellung sei, er prustet am Telefon, für ihn ein Witz. Die Malewitsch-Blätter hätten leider keine Maße, er vermutet, dass diese gar nach dem von ihm erstellten Werkverzeichnis gefälscht sein könnten. „Sehen aber aus, als habe man sie vergrößert. Das machen Fälscher gerne, dann sind die Arbeiten teurer.“ Doch was soll ein Kenner tun, der von der Ausstellung einer Sammlung wie der Luzerner Russian Avantgarde Art Foundation (RAAF) erfährt, die laut Website von Michael Kroll gegründet wurde? Wo es darum geht, das ihm anvertraute Werk Alexandra Exters zu verteidigen, fühlt er sich zum Handeln verpflichtet: In Tours wurde vor vier Jahren nach seinem Einschreiten von der Polizei eine monografische Schau der Künstlerin geschlossen. Für den aus Bulgarien stammenden Andrei Nakov ist es vor allem unverständlich, warum deutsche Museen sich überhaupt mit solchen Sammlungen beschäftigen. Dass man in Ländern, in denen Museumskuratoren nicht mehr als umgerechnet 400 Euro monatlich verdienen, diese bestechen kann, wundere ihn nicht – immerhin sei es inzwischen fest angestellten Kunsthistorikern in Russland untersagt, Expertisen zu schreiben. „Die Werkschauen bedeutender russischer Avantgarde-Künstler in Tschechien, Bulgarien oder Rumänien sind natürlich unseriös“, sagt er. Aber weltweit hoch geachtete deutsche Museen? „Wenn ein Museum wie Passau dann eine Broschüre herausgibt, dann sind die Werke in der Welt, gewaschen, mit Zertifikat sozusagen.“ Dabei sei doch offensichtlich ein Haus, das weder über eine Klimaanlage noch ausgefeilte Sicherheitstechnik verfüge, keine Adresse für solche Schätze. Dass die Ausstellung einer unbekannten Sammlung zudem noch mit Leihgaben – Werken von Naum Gabo oder Tatlin aus dem renommierten Lehmbruck-Museum
„Es ist eine Industrie geworden, wie falsche Vuitton-Handtaschen in China“: Ein gefälschter Malewitsch, vom Bundeskriminalamt enthüllt.FOTO: FREDRIK VON ERICHSEN/DPA
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13.06.2013 · In mehreren deutschen Städten wurden in den vergangenen Tagen Razzien in Galerien, Wohnungen und Lagerhäusern durchgeführt. Ein internationaler Kunstfälscherring kam zum Vorschein. Wer steckt dahinter?
Von NIKLAS MAAK
© WONGE BERGMANNSchön, aber vermutlich nicht echt: Eines der rund vierhundert beschlagnahmten Bilder soll ein Malewitsch sein.
Seit dem Fall des Kunstfälschers Wolfgang Beltracchi ist man einiges gewöhnt, aber einen derart massiven Aufmarsch der Polizei gegen Kunstfälscher wie jetzt hat es noch nicht gegeben: Bei Einsätzen, die vorgestern und gestern in mehreren deutschen Städten stattfanden, durchsuchten mehr als hundert Beamte des Bundeskriminalamts insgesamt achtundzwanzig Wohnungen, Lager, Büros und Galerien in Wiesbaden, Mainz, Stuttgart, München, Hamburg und Köln. Gleichzeitig fanden Durchsuchungen in Israel und der Schweiz statt. In Wiesbaden wurden zwei Personen im Alter von siebenundsechzig und einundvierzig Jahren verhaftet. Es handelt sich um einen Deutsch-Tunesier und einen Israeli, teilte das Bundeskriminalamt im Gespräch mit dieser Zeitung mit.
Weitere Tatverdächtige stammen aus Russland. Ihnen wird vorgeworfen, Mitglieder eines internationalen Fälscherrings zu sein, der über Jahre Gemälde der russischen Avantgarde – darunter Arbeiten von Natalia Gontscharowa, Malewitsch, Kandinsky, Jawlensky und Larionow – verkauft haben soll, vor allem an private Sammler. Die Arbeiten sollen vor allem anlässlich von Galerieausstellungen, aber auch in Auktionen gehandelt worden sein. Die Rede ist von insgesamt vierhundert gefälschten Werken, die für vier- bis siebenstellige Summen verkauft wurden. Allein die jetzt Verhafteten sollen in den vergangenen zwei Jahren gefälschte Gemälde im Wert von mehr als zwei Millionen Euro an deutsche und spanische Händler und Sammler verkauft haben.
Man hatte sich schon gewundert, dass nach dem großen Fälschungsskandal um Wolfgang Beltracchi und seine Komplizen auf dem Kunstmarkt wieder alles so zu laufen schien wie immer: Die Auktionshäuser meldeten Rekorde, der Handel schien die Krise, in die der brillante Fälscher sie gestürzt hatte, selig vergessen zu haben.
Man wandert zwar mit geschärftem Blick über Messen und durch Museen. Man steht im Pariser Musée Marmottan in der schönen Ausstellung mit Werken von Marie Laurencin und staunt über das Porträt eines Mannes, der mit einem für das Jahr 1913 unüblich weit aufstehendem Hemd so hippiesk elegant an der Wand lehnt, dass man es, wenn es nicht offiziell Nils von Dardel darstellte, glatt für das Selbstporträt des jungen Wolfgang Beltracchi halten könnte, der dem Werk von Marie Laurencin ja bereits einige sehr schöne postume Neuzugänge verschafft hatte. Neben dem Dardel-Porträt hängt ein Schild, das die Provenienz des Werks als ehemals „Galerie Alfred Flechtheim, Berlin-Düsseldorf“ ausweist. Anfrage im Museum: Ob man mehr über die Geschichte des Bildes wisse? Keine Antwort. Auch anderswo: kein Interesse. Omertà in der Kunstwelt.
Aber dann tat sich hinter den Kulissen des Kunstmarkts doch Einiges: Ende Mai dieses Jahres wurde die bei New York lebende Kunsthändlerin Glafira Rosales festgenommen; sie soll insgesamt dreiundsechzig gefälschte Gemälde unter anderen von Robert Motherwell, Mark Rothko und Basquiat über zwei Galerien – darunter die ehemals ehrwürdige Knoedler Gallery in New York, die wegen des Falls schließen musste – in den Kunstmarkt und mehr als zwölf Millionen Dollar an der Steuer vorbei auf spanische Konten gebracht haben.
Ihr Lebensgefährte stammt aus Spanien und war schon vor Jahrzehnten in Prozesse um Kunstfälschungen verwickelt, die nur eine knappe Autostunde vom Wohnsitz der Beltracchis in Südfrankreich stattfanden. Eine Verbindung zwischen beiden Fällen wurde nicht angenommen, obwohl die amerikanischen Ermittler über den Zufall staunten, dass zeitgleich zwei hochbegabte Fälscher mit der gleichen Methode – man erzählt renommierten Experten eine brillante Geschichte von einem Verwandten, der in aller Heimlichkeit bedeutende Kunstwerke hortete und erschafft so die Legende einer unbekannten Meistersammlung – ihre Fälschungen ins Herz des Markts schleusen und dies auch noch in der selben Region am Mittelmeer planten. Zufälle gibt es.
Experten waren nach Aussagen der Ermittler gegenüber dieser Zeitung auch im Spiel, als die jetzt festgenommenen Fälscher ihre Werke marktglaubwürdig bekommen wollten. Einen Malewitsch stellt man nicht einfach mit Preis ins Internet, man braucht Zertifikate, Gutachten. Diese kann man natürlich auch fälschen und das gefälschte Werk mitsamt den gefälschten Papieren an einen gutgläubigen Sammler in Australien verkaufen. Aber so verliefen die Vorgänge im neuen Fall offenbar nicht.
Hinweise, die die Ermittlungen auslösten, kamen offenbar aus Israel und der Schweiz, es sind laut Aussagen des Bundeskriminalamts renommierte Galerien, Händler und Experten betroffen, Namen werden wegen noch laufender Ermittlungen nicht genannt. Am Rande eines Fototermins in Wiesbaden, bei dem ein vermutlich gefälschter Malewitsch und eine beeindruckende Masse verpackter Kunstwerke präsentiert wurden, teilten Mitarbeiter des Bundeskriminalamts mit, man vermute, die gefälschten Bilder seien in Israel gemalt worden. Die Frage, ob auch Bilder in Museen beschlagnahmt wurden, verneinte die Pressesprecherin des BKA in Berlin, das ebenfalls in den Fall eingebunden ist, im Gespräch mit dieser Zeitung.
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In den kommenden Tagen werden die beschlagnahmten Werke analysiert werden. Auf den Kunsthandel kommen unruhige Monate zu: Wer sind die Fälscher? Wer ihre Komplizen? Wer die Opfer? Wer die betroffenen Händler, wer die Experten? Die Hoffnung, dass die Erschütterungen der jüngsten Fälschungsfälle sich vom Leuchten der gehandelten Bilder und dem Rauschen der Geldmengen übertönen lassen, ist gescheitert.
Quelle: F.A.Z.
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NEWS: 21 May 2013LECTURE BY FRENCH ART CRITIC JEAN-CLAUDE MARCADÉ

Jean-Claude Marcadé is the French art critic, curator and honored director of the French National Center for Scientific Research, a connoisseur of artistic avant-garde of the former USSR and one of the most important pioneers and explorers of the Ukrainian avant-garde phenomenon.

Sie sollen mit über 400 gefälschten Gemälden Millionen gemacht haben: Mitglieder eines internationalen Kunstfälscherrings, den das Bundeskriminalamt nun ausgehoben hat. Kopiert wurden unter anderem Werke des Malers Wassily Kandinsky.
Eine internationale Kunstfälscherbande ist bei Razzien in Deutschland, der Schweiz und Israel zerschlagen worden. Die sechs Verdächtigen sollen mehr als 400 wertvolle Gemälde im Stil der Russischen Avantgarde gefälscht und für viele Millionen Euro verkauft haben. Die Hauptbeschuldigten, ein Deutsch-Tunesier und ein Israeli, wurden in Wiesbaden festgenommen und in U-Haft genommen, wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Donnerstag berichtete.
Die Ermittler stellten bei Durchsuchungen in sechs Bundesländern am Mittwoch und Donnerstag mehr als 1000 gefälschte Gemälde, Verkaufsunterlagen und Provenienzen sowie Schmuck- und Wertgegenstände sicher. Die rund 100 Beamten des BKA und der Polizei durchkämmten insgesamt 28 Wohnungen, Geschäftsräume, Lager und Kunstgalerien in Wiesbaden, Mainz, Stuttgart, München, Hamburg und Köln.
Die beiden mutmaßlichen Köpfe der Bande (41 und 67 Jahre alt) waren mit Haftbefehlen gesucht und in ihren Wiesbadener Wohnungen festgenommen worden. Die anderen mutmaßlichen Täter stammen aus Russland und Israel. Ergebnisse der Durchsuchungen in der Schweiz und Israel lagen zunächst noch nicht vor.
Die Bande soll den Stil der Russischen Avantgarde nachgeahmt und so Gemälde von Künstlern wie Wassily Kandinsky, Natalia Goncharova, Kazimir Malevich, Alexej von Jawlensky und Mikhail Larionov gefälscht haben. Die Werke statteten sie mit Echtheitszertifikaten aus, um den Eindruck zu erwecken, es handle sich um bisher unbekannte Gemälde der Künstlergruppe. Die Fälschungen wurden in Deutschland sowie im Ausland verkauft und ausgestellt. Den überwiegenden Teil kauften oder ersteigerten private Sammler.
Mehr als 400 gefälschte Bilder wurden den Ermittlungen zufolge insgesamt seit 2005 für vier- bis siebenstellige Eurobeträge verkauft. Die beiden Hauptverdächtigen sollen allein in den vergangenen zwei Jahren Fälschungen für mehr als zwei Millionen Euro an Kunden in Deutschland und Spanien verkauft haben.
„Uns ist mit diesen Ermittlungen ein wichtiger Schlag gegen die international agierende Fälscherszene gelungen“, sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke. Er lobte die staatenübergreifende Kooperation der Strafverfolger und die enge Abstimmung mit der Schweiz und Israel. Von dort waren laut Staatsanwaltschaft wichtige Hinweise auf die Betrüger gekommen. (dpa)
Un réseau international accusé d’avoir contrefait pour plusieurs millions d’euros de tableaux, notamment des Russes Kandinsky ou Malévitch, a été démantelé jeudi en Allemagne, en Suisse et en Israël.
Les chefs présumés du gang de faussaires ont été arrêtés en Allemagne.
Image: Photo d’illustration/AFP
Deux hommes âgés de 41 et 67 ans considérés comme les chefs d’un gang de six faussaires ont été arrêtés.
Ils ont été interpellés à Wiesbaden (ouest de l’Allemagne) et placés en détention à l’issue d’une enquête lancée en décembre 2012, a précisé la police dans un communiqué.
En Allemagne, des perquisitions ont visé près d’une trentaine d’appartements, d’entrepôts ou de galeries, a ajouté la police, disant avoir procédé à plus d’un millier de saisies.
400 tableaux
Le groupe, constitué de Russes, d’Israéliens et de Germano-tunisiens, est soupçonné d’avoir peint de faux tableaux en imitant des artistes comme Vassily Kandinsky, Alexeï von Jawlensky, Natalia Gontcharova, Mikhail Larionov ou Kasimir Malévitch, d’avoir contrefait des certificats d’authenticité et de les avoir vendus, pour la plupart à des collectionneurs privés.
Selon les enquêteurs, au moins 400 tableaux considérés comme des faux ont été vendus pour des sommes atteignant parfois les sept chiffres.
Les deux hommes interpellés auraient eux par exemple gagné plus de deux millions d’euros entre 2011 et 2013 grâce à leurs ventes à des clients en Allemagne et en Espagne.
Créé: 13.06.2013, 16h23
Правоохранительные органы Германии обезвредили банду арт-мошенников, которые специализировались на подделке картин российских авангардистов, пишет The Guardian. В частности, преступники подделывали полотна Василия Кандинского, Казимира Малевича и Натальи Гончаровой.
В операции, проходившей в среду и четверг по всей Германии, принимали участие сто стражей порядка. Два предполагаемых лидера группировки были арестованы. По версии полиции, банда состояла в общей сложности из шести человек.
Полицейские обыскивали частные дома, офисы, склады и художественные галереи. Похожие операции были проведены в Швейцарии и Израиле, но их результаты еще не обнародованы.
Как полагают в правоохранительных органах, мошенники продали более 400 поддельных картин, сфальсифицировав и сертификаты подлинности. Преступники выдавали свои полотна за ранее неизвестные творения художников. По версии полиции, стоимость подделок достигала «четырехзначных-семизначных» цифр. В частности, утверждается, что две поддельные картины были проданы в 2011-2013 гг. за €2 млн.
ruritu | 06:35, пятница, 14.06.2013 | Ссылка на комментарийКаждый талантлив по своему
Evgeny Vseizvestnyi | 06:56, пятница, 14.06.2013 | Ссылка на комментарийРисуй квадраты и продавай
sir_chopin | 08:21, пятница, 14.06.2013 | Ссылка на комментарийГлавное – покупатель. У вас еще не все стены этими квадратами увешены, и все – единственные оригиналы Малевича?
Evgeny Vseizvestnyi | 08:23, пятница, 14.06.2013 | Ссылка на комментарийАккурат все шесть квадратов малевича у меня. Все остальные – подделка. Кстати – он дальтоник был
sir_chopin | 08:30, пятница, 14.06.2013 | Ссылка на комментарийЗначит, я угадал.
Мне самому нравится Кандинский.
Evgeny Vseizvestnyi | 08:39, пятница, 14.06.2013 | Ссылка на комментарийЕсли приглядеться, то в квадрате и Кандинского видно
sir_chopin | 08:44, пятница, 14.06.2013 | Ссылка на комментарийДля этого надо быть полным дальтоником. Кандинский – художник абсолютного цвета, и ярче найти трудно.
Evgeny Vseizvestnyi | 09:22, пятница, 14.06.2013 | Ссылка на комментарийИменно поэтому дальтоник малевич намесил ярких цветов до черного в своих квадратах. На самом деле это копии картин сразу всех Кандинских
sir_chopin | 09:34, пятница, 14.06.2013 | Ссылка на комментарийЯ уже понял, что или вы или полный дальтоник, или видели их картины только по черно-белому телевизору, и, тем более, никогда « живьем ».
Evgeny Vseizvestnyi | 09:39, пятница, 14.06.2013 | Ссылка на комментарийвсе врут вокруг тебя!
ты мне поверь
кричит что друг-
на самом деле зверь
кричит, что он Чапай
и лезет всем в друзья,
но ты дружок не верь,
Чапаев- это Я
sir_chopin | 09:41, пятница, 14.06.2013 | Ссылка на комментарийКак я понял – это по поводу черно-белого искусства?
Evgeny Vseizvestnyi | 09:44, пятница, 14.06.2013 | Ссылка на комментарийНет, это по поводу ценителей искусства, Оценка квадрата и одежды голого короля
sir_chopin | 09:45, пятница, 14.06.2013 | Ссылка на комментарийвсе же о черно-белом Чапаеве, и о том, что слепому не оценить света Кандинского.
Evgeny Vseizvestnyi | 09:54, пятница, 14.06.2013 | Ссылка на комментарийне курите дети травку
не курите вы кальян
в нем обман и вместо папки
джин сидит как истукан.
не смотри что дяди курят
свой кальян и тут и там
в том кальяне много дури
станешь сам как истукан
sir_chopin | 09:58, пятница, 14.06.2013 | Ссылка на комментарийПросто признайтесь, что никогда не видели картин Кандинского (или даже не можете, из-за проблем со рением).
Елизавета Строгая | 07:45, пятница, 14.06.2013 | Ссылка на комментарийОстерегайтесь подделок картины неизвестного художника-авангардиста В. Рифмовича « Четвёртый квадрант »
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barmaglot_1 | 07:56, пятница, 14.06.2013 | Ссылка на комментарийМожно еще как Лёня-шарлатан записывать диски с « изохронными бьеньями ».
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ПРЕС-РЕЛІЗ
презентації монографії Жана-Клода Маркаде “МАЛЕВИЧ”/ “МАЛЕВИЧ”/ круглого столу “Малевич і Україна” (круглого столу “Малевич і Україна” (
28 травня, з 17.00 до 19.00 , зала 2
зустрічі малевичезнавців Жана-Клода Маркаде та Дмитра Горбачова із учасниками Києво-Могилянської Бізнес Школи
29 травня, 18.00 Києво-Могилянська Бізнес Школа,
вул. Волоська 8/5, 4 корпус, 4 пов. 410 аудиторія
лекції Жана-Клода Маркаде
Про деякі характерні відмінності українського авангардного мистецтва В ІЗОЛЯЦІЇ. ПЛАТФОРМІ СУЧАСНИХ ІНІЦІАТИВ
31 травня, 17.00 Донецьк
що відбуваються в рамках
третього міжнародного фестивалю «Книжковий Арсенал» (Мистецький Арсенал, вул. Лаврська 10-12, Київ).
Всі три події мають спільний мотив – повернення до Києва і в Україну творчості геніального мистця ХХ ст. Казимира Малевича. Головним гостем та спікером стане французький дослідник українського і російського авангарду проф. Жан-Клод Маркаде із Франції.
Проф. Маркаде є знаним та авторитетним експертом. Автор кількох відомих праць з авангардного мистецтва, зокрема франкомовної монографії. Malévitch (1990). Російський авангард. 1907-1927 (1995, 2007); куратор ряду виставок в провідних музеях світу (Пуні, 1992-1993 в Парижі та Берліні; Російський символізм, 1999-2000 в Мадриді, Барселоні, Бордо;
Видрукувана видавництвом РОДОВІД книга «МАЛЕВИЧ» є україномовною редакцією франкомовної монографії Malévitch 1990 року (переклад українською Василя Старка, дизайн Ірини Пасічник). Чому так важливо було опублікувати цю працю українською ? Перша і найпростіша причина – найвідоміший мистець ХХ століття народився в Києві і в автобіографічних текстах називав себе українцем. Проф. Маркаде в передмові до
української редакції зазначає : «Є елемент, який відрізняє мою роботу від більшості інших досліджень про Малевича – це увага до українського коріння малярської поетики Малевича, що замовчують або туманно висвітлюють, і не тільки в російських дослідженнях… У всіх моїх статтях і книгах про так званий «російський авангард», поняття якого усталилося лише з 1960-х років, я розрізняю в цьому потужному новаторському художньому потоці три напрямки або «школи»: петербурзька, московська й українська (до неї належать Олександра Екстер, Давид і Володимир Бурлюки, Архипенко, Малевич, Баранов-Россіне й, почасти, Ларіонов та Татлін)». Партнер друку книги – фамільна друкарня HUSS
Інша важлива причина появи такого дослідження в Україні – це дискусії навколо творчості Малевича, і навіть її нерозуміння, а то й часткове невизнання. Праці Малевича багатогранні, в них часто нашаровується кілька культур. Зрозуміти, “прочитати” їх відразу, глянувши на зображення в інтернеті, буває складно. Дослідження проф. Маркаде цікаво читати – в ньому розкладена по поличках еволюція творчості польсько-українсько-російського маляра, архітектора, теоретика, педагога й мислителя.
Круглий стіл “Малевич і Україна” дозволить іншим малевичезнавцям представити свої дослідження і, можливо, окреслити нові публікації. Модератор круглого столу – доктор літературознавства Тетяна Огаркова, редактор книги “МАЛЕВИЧ”, викладач Києво-Могилянської Академії. Запрошені учасники – проф. Дмитро Горбачов, автор і головний редактор збірника “Малевич і Україна” (Київ), проф. Георгій Коваленко, академік Академії мистецтв Російської Федерації (Москва), дослідник російського і українського авангарду, Олена Кашуба-Вольвач, кандидат мистецтвознавства, автор книги “Олександр Богомазов. Автопортрети”, Тетяна Павлова, докторант, автор досліджень про мистців харківського авангарду Б. Косарева та В.Єрмілова (Харків), проф. Ольга Лагутенко, автор книг з української модерної графіки (Київ) та інші.
Про мистецтво і філософію Малевича як людини-творця та візіонера буде розмова на зустрічі малевичезнавців Жана-Клода Маркаде та Дмитра Горбачова із управлінцями українських компаній у Києво-Могилянській Бізнес Школі (kmbs). Казимир Малевич кардинально змінив ландшафт тогочасного культурного простору та показав вихід на якісно інші виміри в живописі. Саме ця логіка творіння радикально нових концептів особливо цікава не лише у сфері мистецтва, але і бізнесу. Модеруватиме дискусію декан kmbs Олександр Саврук.
“Деякі характерні відмінності українсткого авангардного мистецтва першої четверті ХХ століття” – такою буде тема лекції проф. Жана-Клода Маркаде в В ІЗОЛЯЦІЇ. ПЛАТФОРМІ СУЧАСНИХ ІНІЦІАТИВ (Донецьк), яку він прочитає 31 травня о 17.00
Організатори подій: видавництво РОДОВІД, Києво-Могилянська Бізнес Школа, «ІЗОЛЯЦІЯ. ПЛАТФОРМА КУЛЬТУРНИХ ІНІЦІАТИВ».
Партнери: Французький Інститут в Україні, Книжковий Арсенал, Детальніша інформація за тел. 067 404 4402; 044 289 4829 імейл: rodovid.box@gmail.com
28 травня з 17.00 до 19.00
Презентація книги “МАЛЕВИЧ”, яка відбудеться за участю автора Жана-Клода Маркаде (Франція) 28 травня 2013 року з 17.00 до 19.00 (зала №2) в рамках проведення третього міжнародного фестивалю Книжковий Арсенал (вул. Лаврська 10-12 Київ).
Презентація монографії переросте в круглий стіл “МАЛЕВИЧ і УКРАЇНА”, на який запрошені дослідники українського авангарду Жан-Клод Маркаде (Франція), Дмитро Горбачов (Київ), Георгій Коваленко (Москва), Мирослава Мудрак (США), Тетяна Павлова (Харків), Олена Кашуба-Вольвач (Київ), Ольга Лагутеко (Київ) та інші. Модератор – д-р Тетяна Огаркова, редактор книги “МАЛЕВИЧ”, викладач Києво-Могилянської Акдемії.
Організатор: РОДОВІД видавництво
Парнери презентації: Французький Інститут в Україні/ Києво-Могилянська Бізнес Школа /Книжковий Арсенал
29 травня о 18.00
Зустріч учасників Києво-Могилянської Бізнес Школа із малевичезнавцями Жан-Клодом Маркаде та Дмитром Горбачовим в приміщенні школи за адресою:
Модератор: Олександр Саврук, декан КМБШ
Організатор: Києво-Могилянська Бізнес Школа
Парнери презентації: РОДОВІД видавництво/Французький Інститут в Україні/Книжковий Арсенал
31 травня о 17.00
Лекція проф. Жана-Клода Маркаде “Характерні відмінності українсткого авангардного мистецтва першої четверті ХХ століття” в В ІЗОЛЯЦІЇ. ПЛАТФОРМІ СУЧАСНИХ ІНІЦІАТИВ (Донецьк)
Організатор: ІЗОЛЯЦІЯ ПЛАТФОРМА СУЧАСНИХ ІНІЦІАТИВ (Донецьк) та РОДОВІД видавництво (Київ)
Парнери презентації: Французький Інститут в Україні/Книжковий Арсенал